Familienverband Luyken



Chronikblätter 1967 (Band V)
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Ludwigshafen, 27.6.2011



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Chronikblätter
für die Familie Luyken und ihre Anverwandten

- Neue Folge -


15. (36.) Jahrgang.     Düsseldorf      Weihnachten 1967


Familiennachrichten

Eheschließungen
 
196616. JuniHelga Luyken (XII 54 d WB) mit Werner Wüchner (* 17.12.1941 in Ludwigshafen/Rhein, Sohn von Jakob Wüchner * 28.2.1914 in Germersheim und Johanna Karolina geb. Hirsch * 21.7.1916 in Minfeld/Pfalz) in Germersheim.
196711. FebruarH. Luyken (XII 8 e WW) mit O. S. (* 6.4.1939 in Stettin, Tochter von F. S. * 5.5.1898 und A. geb. B. * 17.9.1910, † 1946) in Siedelsbrunn.
3. MärzHeinz Habermaas (X 169 a WL EL) mit Uta Beck (* 29.4.1937 in Stuttgart, Tochter von Eugen (Friedrich) Beck * 4.6.1900 und Gertrud geb.  Bartholomäi * 28.10.1905) in Singen/Hohentwiel.
30. MaiRuth Schmidt (XII 55 a WB KL) mit Hans-Dieter Budelmann (* 10.4.1935 in Hamburg, Sohn von Günther Budelmann und Frau Mienchen geb.  Siemsen) in Hamburg
(Die kirchliche Trauung fand ebendort am 24.6.1967 statt).
30. JuniH. D. K. (XII 56 b WB KL) mit H. P. (* 20.8.1942 in Hannover, Tochter von F. P. und L. geb.  S.) in Isernhagen-Süd
(Die kirchliche Trauung fand ebenfalls in Isernhagen am 1. Juli statt).
4. NovemberE. v. P. (Sohn von Max von Pilgrim (XI 123 WW EL) und Hedwig Conze (XI 39 WW EL) ). mit A.-K. W. in Bad Salzuflen.




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Geburten
 
19586. OktoberM. A. S.,
196116. NovemberT. B. S.,
196412. AugustC. S. in Berlin,
Söhne und Tochter von F. S. und B. geb. A. (XII 71 b A EL).
196526. AprilK. M. R.,
Tochter von R. R. (* 27.4.1932 in Schönbrau/Krs. Calw, Sohn von G. und J. R.) und I. geb. H. (X 169 b WL EL), in Pliezhausen/Krs. Tübingen.
19668. DezemberA. L. (XIII 103 b Leu),
Tochter von H. L. (XII 93 b Leu), und I. geb. B., in Halle/Saale.
20. Dezember S. W. (XIII 67 WB KL),
Tochter von Werner Wüchner und Helga geb. Luyken (XII 54 d WB), in Karlsruhe.
196717. MärzA. S.,
Tochter von G. S. (XII 26 c WA EL) und H. geb. N., Stuttgart-Möhringen, in Stuttgart-Degerloh.
23. März Heiko (Jochen Ernst) Binder (XIII 50 b WA KL),
Sohn von H. D. B. und C. geb. Luyken (XII 46 b WA), in Zweibrücken.
11. April G. W.,
Tochter von H. W. und H. geb. K. (* 10.5.1939), in Kiel.
14. April W. L. (XIII 2 WW),
Sohn von K. L. und J. geb. P., in Wesel.
4. Mai M. E. R.,
Tochter wie zu K. M. R. (s. vorstehend), in Tübingen.
28. Juli T. S.,
Sohn von A. S. (XII 81 a G EL) und I. geb. S., in Wuppertal-Elberfeld.
19. August V. (E.) T. (XIII 49 WA KL),
Tochter von K. T. und M. geb. L. (XII  46 a WA), in Pinneberg.


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Sterbefälle
 
195031. JanuarEduard Thilo (X 92 WB KL) in Mödlingen/Österreich im 80. Lebensjahr.
19652. AprilWilhelm Duhr (X 213 Leu KL) in Krefeld im 76. Lebensjahr.
196622. NovemberLuise Weyer geb. Leuken (X 201 Leu) in Viersen im 87. Lebensjahr.
29. November Margueritha Engelhardt geb. Heß (XI 223 A EL) in Berlin/West im 76. Lebensjahr.
196722. MärzMathilde Blumentritt geb. Schollmeyer (XI 220 A KL) in München im 71. Lebensjahr.
23. März Elsbeth Buchholtz (XI 62 WA EL) in Bonn im 75. Lebensjahr.
26. MärzErnst Luyken (X 64 WA) in Wiesbaden im 88. Lebensjahr.
27. AprilEmma Claassen geb. Luyken (X 65 WA) in Arnsberg im 86. Lebensjahr.
11. MaiHeinrich Luyken (X 53 WA) in Berlin im 83. Lebensjahr.
15. MaiH. S. (XII 25 a WA EL) in Wesel im 57. Lebensjahr.
5. JuliAnna-Elisabeth Reppel geb. Körner (XI 235 A EL) in Mühlhausen (Thüringen) im 68. Lebensjahr.
31. OktoberElly Beermann geb. Leuken (X 209 Leu) in Hamburg im 79. Lebensjahr.

Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen; aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der Herr, dein Erbarmer.





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Grüne Hochzeiten im Zweig Wesel/Berge

Ruth Schmidt 1) und Dr. med.Hans Dieter Budelmann wurden am 24. Juni 1967 in der Martin Lutherkirche in Hamburg, Bebelallee, getraut. Die standesamtliche Trauung fand am 18. Mai 1967 in Hamburg statt.

Die Hochzeitsfeier wurde am 24. Juni im Hotel Vier-Jahreszeiten in Hamburg mit 40 Gästen begangen. Der Vater des Ehemannes, Professor Dr. med. Günther Budelmann, hielt die Rede auf das Brautpaar und begrüßte die Gäste. Dr. med. Hans Luyken sprach für die Familie der Braut und gedachte Ruths Mutter, die in Merseburg keine Genehmigung zur Reise erhalten hatte. Von der Familie der Braut waren S. und Hans Luyken, Hilde Kalkoff und Margarete Poser anwesend. In sehr humorvollen Reden wurden die Damen gefeiert, des Werdegangs der Eltern Budelmann gedacht und von dem jungen Ehemann ein Dank an die Eltern Budelmann, an Ruths Mutter Liselotte Hetzer und die Vize-Eltern Siegtraut und Hans Luyken mit einem Umtrunk ausgebracht. Den Abschluß bildete das Verlesen der Hochzeits-Zeitung, verfaßt von dem Bruder des Ehemannes Claus Budelmann, der schon auf dem Polterabend mit kleinen Aufführungen die Gäste sehr erfreut hatte.

H.-D. K. 2), Dipl.-Ingenieur in München, und H. P., Dipl.-Volkswirt in Isernhagen bei Hannover, wurden am 1. Juli 1967 in der Philippuskirche in Isernhagen-Süd bei Hannover getraut. Die standesamtliche Trauung erfolgte am 30. Juni 1967 ebenfalls in Isernhagen.

Die Hochzeitsfeier fand am 1. Juli in den Maschsee-Gaststätten in Hannover statt. Unter den 36 Hochzeitsgästen befanden sich von den Familien Kalkoff und Luyken: Hilde Kalkoff, die Mutter des Bräutigams, mit ihren Kindern I., W. und H., ferner S. und Hans Luyken. Der Vater der Braut, Oberingenieur F. P., begrüßte die Gäste und hielt die Rede auf das Brautpaar. In Namen der Familie Kalkoff sprach Hans Luyken über die herzlichen Beziehungen zwischen den Familien Kalkoff und Luyken, die Anteilnahme an der Entwicklung der vier Kinder und erzählte ein paar Familien-Anekdoten. Die Damenrede hielt der Bruder der Braut, B. P. Zwischen flotten Tänzen und begeistert gesungenen Liedern, in die vor allem die anwesenden drei Corpsbrüder von H. voll einstimmten, trugen Hilde Kalkoff und ihre Söhne W. und H. und die Schwester der Braut, Frau U. H., in Poesie gebrachte Begebenheiten aus dem Leben des jungen Paares vor.

Am folgenden Tage traf sich die Mehrzahl der Gäste noch einmal bei den Eltern der Braut in Isernhagen, wo die Brautmutter, Frau L. P., geb. S., für ein reichhaltiges Frühstück gesorgt hatte. In froher Stimmung plauderte man noch eine Weile, bis einer der Gäste nach dem anderen die Rückreise antrat.

1) XII 55 a WB KL (s. Bd. IV. S. 316 und dieses Heft Seite 157)
2) XII 56 b WB KL (s. Bd. IV. S. 316 und dieses Heft Seite 157)


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Goldene Hochzeit von Adolf und Marga Luyken

Am 21. April 1967 waren 50 Jahre vergangen, seit Adolf Luyken *) und Marga geb. Redlich ihren gemeinsamen Lebensweg begonnen hatten, nachdem Adolf ein halbes Jahr vorher zum Pfarrer der Gemeinde Urdenbach gewählt worden war. 36 Jahre hat er, zusammen mit seiner Marga, zum Wohle und Segen aller dort gewirkt und hat auch im Ruhestande seinen Wohnsitz in seiner alten Gemeinde beibehalten, die ihren ehem. Pfarrer nicht vergessen kann und noch immer mit Liebe und Verehrung an ihm hängt. So ist es nicht verwunderlich, daß der Tag der goldenen Hochzeit zu einem Festtag für die ganze Gemeinde wurde. Es ist nicht zu beschreiben, wieviel Anhänglichkeit und Treue von allen Seiten in Worten sowie einer unendlichen Fülle von Blumen und Geschenken zum Ausdruck gebracht wurde. Die Hausgemeinschaft hatte das Haus von innen und außen mit Blumen und Girlanden und einer goldenen "50" festlich geschmückt und illuminiert. Die Nachbarn hatten ihre Fenster mit Kerzen erleuchtet. Schon am Abend vorher kamen die ersten Gratulanten. Die verschiedenen Vereine brachten ihre Glückwünsche dar, und der Kirchenchor, dem Marga von Anfang an angehört hat, brachte ein Ständchen. Im Mittelpunkt des nächsten Tages stand am Vormittag der Dankgottesdienst und die Einsegnung des Jubelpaares in der alten Urdenbacher Kirche. Auch hier merkte man die Liebe der Gemeindemitglieder zu ihrem ehemaligen Pastor; denn die Kirche war fast ganz besetzt. Einige auswärtige Verwandte waren extra zu der Feier gekommen. Pfarrer Ackermann, der jetzige Seelsorger, legte seiner sehr herzlich und persönlich gehaltenen Ansprache den Trautext aus Habakuk 3: "Denn der Herr ist meine Kraft, er wird meine Füße machen wie Hirschfüße und wird mich über Höhen führen" zu Grunde, der dem Jubelpaar auf seiner Lebensreise immer ein Leitstern und Begleiter gewesen sei. Die Feier wurde umrahmt von Sologesang und einem Cellosols, beides hervorragend dargeboten durch Neffen von Marga. - Der "weltliche" Teil des Tages fand in dem evangelischen Gemeindehause statt, in welchem während der Amtszeit Adolf und Marga so manche wohlgelungene und nicht vergessene Veranstaltung geleitet hatten. Zunächst

*) X 60 WA.




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gab es im Anschluß an die kirchliche Feier einen "offiziellen" Empfang, bei welchem viele ihre Glückwünsche darbrachten. Dann fand im kleinsten Familienkreise das Mittagessen statt, zu welchem Adolf auch das Pfarrer-Ehepaar eingeladen hatte. Marga hatte mit Frauen der Frauenhilfe das Essen selbst ganz vorzüglich vorbereitet. Den Abschluß des Festtages bildete ein zwangloses Zusammensein bei Kaffee und Kuchen, zu welchem Adolf und Marga ihre näheren Freunde und Bekannten eingeladen hatten. Glücklich und von Herzen dankbar, daß es ihnen vergönnt war, diesen Tag in Gesundheit und mit so viel Zeichen der Liebe erleben zu dürfen, fuhren Adolf und Marga am Abend nach Hause. Möge ihnen noch manches Jahr glücklichen Zusammenseins beschieden sein!


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Lebensbilder der Verstorbenen

Elisabeth Luyken geb. Höfinghoff
1884 - 1966

Elisabeth wurde am 26. Dezember 1884 in Haus Markstein in Haspe bei Hagen (Westf.) als jüngstes Kind von Wilhelm Höfinghoff 1) und Mathilde geb. Loer gen. Rademacher 2) geboren. Sie wuchs in einem großen Geschwisterkreis auf, hatte sie doch 5 Halbgeschwister aus der ersten Ehe des Vaters und einen Bruder, der ein Jahr älter war als sie. Dazu adoptierten ihre Eltern noch einen Sohn. Elisabeth war ein fröhliches, aufgewecktes und lebhaftes Mädchen, das die Töchterschule in Haspe besuchte und später den Haushalt erlernte, sowohl bei ihrer tüchtigen Mutter als auch in einem Pensionat. In ihrem Elternhaus herrschte reges Leben und Treiben. Die Mutter nahm stets eine Reihe von Pensionärinnen auf, die ihre Haushaltskenntnisse vervollkommnen sollten und mit denen die Kinder später Freundschaften fürs Leben schlossen. Der Vater besaß ein Geschäft landwirtschaftlicher Geräte und stellte im eigenen Hammerwerk Sensen und Sicheln her. Die alten Geschäftsverbindungen, die sich vor allem nach Holland hin erstreckten, werden heute noch teilweise von Elisabeths Bruder Carl gepflegt. Dem Haushalt war noch ein kleiner Landwirtschaftsbetrieb angegliedert, denn der Markstein war von fruchtbaren Weiden, Wiesen, Obst- und Gemüsegärten umgeben. Es gab Pferde, Kühe und allerlei Kleintiere in den Ställen, die durch den Hammergraben getrennt, dem Haus gegenüberlagen. Der Hammergraben, der, durch ein Wehr abgetrennt, von der Ennepe gespeist wurde, spielte im Leben der Kinder auf Haus Markstein eine große Rolle. Noch die Enkel und Urenkel betrachteten diesen Wassergraben voller Interesse, wenn auch inzwischen leider das Geklapper des Hammers im Werk und das Geplätscher des riesigen Wasserrades, mit dem der Hammer einst angetrieben wurde, verstummt waren.

Am 20. Mai 1910 heiratete Elisabeth Paul Luyken (X 126 WW II) aus Siegen, dessen Lebenslauf in Bd. IV S. 191 und S. 397 geschildert ist.

1) * 20. Nov. 1835 in Rehsiepen bei Haspe, † 5. März 1918 in Haspe.
2) * 24. April 1847 zu Ost-Ende bei Herdecke a. d. Ruhr.





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Da schon die Höfinghoffs Familienforschung getrieben hatten und Elisabeth von Zuhause aus an ein starkes Familienbewußtsein gewöhnt war, lebte sie sich rasch in der großen Sippe der Luyken ein und hat bis an ihr Lebensende an den Familientagen Luyken wie auch am Ergehen und Gedeihen der nächsten Verwandten immer den regsten Anteil genommen. Die Familie ging allem voran: ihrem Mann, ihren Kindern und Enkeln widmete Elisabeth all ihre Körperkräfte, ihr Herz und ihre Seele. Ihre eigene Person stellte sie so weit hintenan, daß auch in der allerletzten Lebenszeit nur wenige um ihr Leiden wußten. Während der glücklichen Ehe sind folgende Kinder geboren: am 16. Februar 1915 Marlise, die jetzt in der Schweiz mit André Sanglard verheiratet ist, am 2. Juni 1917 Liselu, jetzt Frau von Helmut Wienand, und am 6. März 1920 Otto, der im 2. Weltkrieg am 8. August 1941 einer schweren Verwundung erlag (vergl. Ehrenbuch).

Nach Pauls Tod am 11. Januar 1957 lebte Elisabeth noch neun Jahre als Witwe in ihrer schönen Dortmunder Wohnung. Sie pflegte weiter viel Geselligkeit, wie in früheren Jahrzehnten, stand ihrem Haushalt bis zum Lebensende vor und teilte ihre Kräfte zwischen ihren beiden Töchtern und Enkelkindern, die sie wochenlang bei sich aufnahm oder die sie von Zeit zu Zeit besuchte. Ein großer Verwandtenkreis, vor allem auch von ihrer Seite, und treue Freunde umgaben sie. Den Höhepunkt ihres Witwendaseins bildete das Erlebnis einer halbjährigen Reise nach Deutsch-Südwestafrika, die sie im Alter von 75 Jahren zu ihren Vettern, Cousinen, Neffen und Nichten unternahm. Sie begegnete auf den verschiedenen Farmen unendlich viel Interessantem und Schönem. In jenen Gebieten steht Gastfreundschaft an erster Stelle, bildet sie doch die Hauptabwechslung im Leben der Farmer. Sie nahm lebhaften Anteil am täglichen Treiben der Verwandten, beobachtete ihre Nichte, wenn diese mit ihren Negern und gewaltigen Viehherden auf Treck ging, d. h. auf die Suche nach Wasser und Weide. Sie besuchte den Neffen, der die wertvollen Karakul-Schafe züchtet und darin Experte geworden ist. Man nahm sie mit in die Wildtierreservate, sie genoß die herbe, karge Schönheit der Steppen und vergötterte die süßen Negerbabys, die von ihren Müttern zur Arbeit auf den Farmen mitgenommen wurden. Sie wurde später nie müde, von den ungezählten Erlebnissen und ihren schönen Schiffsreisen zu berichten, und pflegte eine rege Korrespondenz mit all ihren Verwandten, die sie baten, doch einmal wieder nach Deutsch-Südwest zurückzukehren.

Nach nur einwöchigem Krankenhausaufenthalt wurde Elisabeth am 11. März 1966 sanft und schnell von ihrem Nierenleiden erlöst und am 15. März in der Familiengruft Luyken in Siegen zwischen ihrem Mann und ihrem einzigen Sohn zur letzten Ruhe gebettet.


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Fritz Bierwirth
1881 - 1966

Fritz Bierwirth wurde am 16. September 1881 in Essen als jüngster Sohn von 9 Kindern des Abteilungsleiters der Fried. Krupp A. G. Gustav Bierwirth 1) und seiner Frau Bertha geb. Pauly 2) geboren. Er besuchte die Oberschule bis zum "Einjährigen"; eine kaufmännische Lehre schloß sich an. In Stuttgart genügte er beim Inf. Regiment Kaiser Friedrich seiner Militärpflicht. Um seine Sprachkenntnisse zu erweitern, begab er sich zunächst nach Brüssel, um dort eine Handelsschule zu besuchen, dann einige Jahre nach England, wo er in einer Londoner Bank tätig war. 1907 ging Fritz Bierwirth für eine Hamburger Import- und Exportfirma nach Siam, dem heutigen Thailand, wo er bis zum Eintritt Siams in den ersten Weltkrieg im Jahre 1917 arbeitete. Nach kurzer siamesischer Zivil-Internierung wurde er mit seinen Mitarbeitern und anderen Deutschen von den Engländern nach Vorderindien gebracht, wo er noch 2 ½ Jahre in dem alten Burenlager Amednagar nördlich Bombay verbringen mußte. Erst im Januar 1920 wurde er aus der Internierung entlassen und nach Deutschland ausgewiesen. Er hat immer gern an die langjährige interessante Siam-Zeit zurückgedacht. Seine Absicht, später einmal mit seiner Frau dieses Land zu besuchen, wurde durch den zweiten Weltkrieg und seine Folgen zunichte gemacht. Da seine Hamburger Firma das Stammhaus in Siam verloren hatte, bestand für Fritz Bierwirth dort keine Möglichkeit der Betätigung mehr. In seiner Heimatstadt Essen leitete er in den folgenden 25 Jahren als Prokurist die kaufmännische Abteilung des Reismann-Grone-Verlages (Rheinisch Westfälische Zeitung, heute "die Welt").

Am 15. Mai 1922 heiratete er Else Griesbach 3), Tochter von Richard Griesbach 4) und seiner Frau Anna geb. Luyken 5). Zwei Söhne wurden ihnen geschenkt: Hans Dieter am 06.03.1923 und Horst Wolfgang am 22.05.1925, beide in Essen geboren. Beide wurden 1942 und 1943 Soldat und kehrten beide aus Rußland nicht zurück; sie wurden amtlich als vermißt gemeldet (vgl. Ehrenbuch). Die Hoffnung auf ihre Heimkehr blieb trotz jahrelangen schmerzlichen Wartens unerfüllt.

Fritz Bierwirth war ein Mensch, dessen Arbeitsfreude sich mit viel Geschicklichkeit verband. So machte er nach Kriegsende, kaum von einem Oberschenkelhalsbruch genesen, sein schwerbeschädigtes Haus wieder einigermaßen bewohnbar. Als später die Möglicheit bestand, überließ

1) * 16.9.1881 zu Essen/Ruhr, † 22.4.2902 ebenda.
2) * 24.11.1844 zu Altenkirchen/Westerwald, † 27.12.1905 zu Essen/Ruhr.
3) XI 211 A KL, * 7.11.1894 zu Essen/Ruhr.
4) * 25.7.1853 zu Börningheim/Hanau, † 23.10.1919 zu Essen/Ruhr.
5) X 170 A, * 20.7.1863 zu Altenkirchen/Westerwald, † 13.12.1941 zu Duisburg.





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er Handwerkern die Vollendung und ging 69jährig bis zum 80. Lebensjahr wieder in das Zeitungsfach zurück. Seine Lieblingsbetätigung galt seinem Garten und schaffte ihm den zum Beruf nötigen Ausgleich. Im Frühjahr 1962 erlitt er auf einer Urlaubsreise einen Herzinfarkt, dem im Spätherbst desselben Jahres ein zweiter folgte. Trotz der dadurch geschwächten Gesundheit kämpfte er noch fast 4 Jahre gegen den immer mehr zunehmenden Kräfteverfall an, bis das Herz völlig versagte. Am Abend des 5. September 1966 schloß er nach 44jähriger glücklicher Ehe seine müden Augen für immer.


Emma Meyer
1917 - 1966

Emma (Hildegard) Meyer (XI 83 WA KL) wurde am 31. Oktober 1917 als drittes Kind von Ernst Meyer und Hedwig geb. Luyken (X 52WA) in Hamburg geboren. Es war der traurig berühmte Steckrübenwinter; Emmchen war von kleiner und zarter Körperverfassung und gedieh nur langsam. Im Frühjahr 1917 zog die Familie Meyer um in das dem Hamburger Luykenhaus benachbarte, früher von Großmutter Emma Luykens (IX 25 WA) 1) ältester Tochter Mathilde Hühn (X 48) bewohnte Haus Karlstr. 19. Dort wuchs Emma nun auf in ihrem Geschwisterkreis und mit ihrem Vetter Ernst Luyken (XI 74), dem Sohn von Onkel Wilhelm Luyken (X 50), der nebenan wohnte. Hier hatte sie eine fröhliche Jugendzeit, die Gärten boten Platz zum Spielen, und die nahe Alster und auf ihr vorhandene Boote gaben Gelegenheit zum Wassersport. Von 1924 bis 1934 besuchte Emmchen das Firganlyzeum in der Sierichstraße. Nachdem sie die mittlere Reife bestanden hatte, war sie ein Jahr in der Schlichterschule, um sich in der Hauswirtschaft auszubilden. Anschließend war Emmchen in Göttingen, um den Beruf einer zahnärztlichen Helferin zu erlernen. Nach dieser Ausbildung war sie zunächst in Hamburg als zahnärztliche Helferin tätig und arbeitete danach ab Oktober 1939 als Sprechstundenhilfe bei einem Augenarzt. Nach dem Kriege machte sich eine Blutkrankheit bei ihr bemerkbar, die sich so verschlimmerte, daß sie ihren Beruf aufgeben mußte. Nach dem Tode ihres Vaters (1958) siedelte Emmchen in das Johanniskloster, ein Stift, das in Eppendorf am Alsterlauf liegt, über. Am 31. Oktober 1964 heiratete sie Hans Eduard Meyer in Berlin, Sohn des bekannten Althistorikers Eduard


1) Anm.: Emmchen ist also eine Enkelin von Arnold Luyken (IX 25), einem Sohne des Begründers des Zweiges Wesel/Arnsberg, Gustav L. (VIII 22). Arnold hat sich als Kaufmann in Hamburg niedergelassen. Er weist in der Generation XII etwa 27 Urenkel auf.


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Meyer, einen Vetter 2. Grades ihres Vaters. An der Seite ihres sehr regen Mannes, dem sie durch gemeinsame Interessen der Geister so sehr verbunden war, war ihr nur eine kurze Zeit beschieden. Seit dem Frühjahr 1966 verschlimmerte sich ihr Leiden, und am 16. Oktober 1966 starb Emmchen im Westendkrankenhaus in Charlottenburg.

Emmchen war im Kreise ihrer Verwandten immer sehr beliebt durch ihr liebenswürdiges und teilnehmendes Wesen. Auch in ihrem Leiden hat sie immer noch verstanden, aus ihrem Leben etwas zu machen. Immer war sie hilfsbereit gegenüber anderen, obwohl sie eigentlich selbst der Hilfe bedürftig war. Sie liebte Musik und spielte Geige. Lange Jahre sang sie mit im Chor des Hamburger Lehrergesangvereins, wo sie immer besonders begeistert bei Aufführungen von Oratorien Händels mitwirkte. Auch in ihrer Zuverlässigkeit und Gewissenhaftigkeit bleibt sie ihrem näheren und weiteren Familienkreis immer in freundlichem Andenken.


Luise Weyer, geb. Leuken
1880-1966

Als drittes der sieben Kinder von Apotheker Carl Leuken, (1849 - 1929 IX 131 Leu) und Amanda, geb. Blasberg (1857 - 1887) wurde Luise (X 201 Leu) am 29. März 1880 in Süchteln geboren. Der frühe Tod der Mutter überschattete ihre Kindheit. Sie besuchte zunächst die Volksschule in Süchteln, dann die höhere Schule in Viersen. Den vier Kilometer langen Weg hatte sie täglich zu Fuß zurückzulegen. Zur Erlernung des Haushaltes kam sie wie ihre Schwestern ein Jahr in ein Pensionat. Während ihre Geschwister in den folgenden Jahren nach und nach heirateten, blieb sie bei ihrem Vater und versorgte seinen Haushalt. Das große Haus, in dem einstmals unten die Apotheke gewesen war, und der riesige Garten samt Hühnern konnten schon den Tag ausfüllen. Was gab es da viel einzukochen! Und allemal wo es not tat, war Luise hilfbereit zur Stelle, sei es wenn Nichten und Neffen geboren wurden oder Kranheit sich einstellte. Und wie gerne kamen die Neffen und Nichten in den Ferien zu Besuch und wurden von Tante Luise verwöhnt, so daß sie den Namen "Sommermutter" bekam.

Doch in ihrem 43. Lebensjahr heiratete auch sie noch. Am 26. Mai 1923 wurde sie die Gattin des bereits zweimal verwitweten Steuersyndikus Ernst Weyer in Viersen und wurde damit die dritte Mutter der drei Söhne Ernst, Friedrich und Paul Weyer, die damals im Alter von 15, 16 und





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18 Jahren waren. Wahrlich keine ganz leichte Aufgabe, doch wurde Luise von ihnen allen mit großer Liebe aufgenommen, die sie selbst reichlich erwiderte. Nach und nach heirateten die drei Söhne. Paul, der jüngste, Dr. rer. pol. wurde Bürgermeister in Neusalz/Oder und heiratete Ursula Leuken (XI 258 Leu) 1).

Nach siebzehnjähriger sehr glücklicher Ehe starb Luises Mann, Ernst Weyer, im ersten Kriegsjahr am 7. Mai 1940 1). Nun kamen schwere Jahre für Luise. Sie half bald hier, bald dort und kam durch Evakuierung nach Halle/Saale.

Nach dem Krieg kehrte sie nach Viersen zurück. Soweit die Kräfte reichten, half sie immer wieder in bekannten Familien, bis sie nach einem Oberschenkelhalsbruch selbst pflegebedürftig wurde und im Altersheim in Viersen Aufnahme fand.

Nun wurde ihre kleine gemütliche Stube mit den eigenen Möbeln der friedvolle Platz, am dem mancher Besuch gern eine stille Stunde verweilte. Wie viele Freunde hatte sie doch durch ihr gütiges, liebevolles Wesen im Laufe der Jahre gewonnen! Alle besuchten sie immer gern, auch die Söhne, Enkelkinder und zahlreichen Nichten und Neffen.

Wie viele Menschen mögen ihren Kummer bei ihr ausgeschüttet haben? Für alle hatte sie, trotz ihrer zunehmenden Schwerhörigkeit, stets ein "offenes Ohr" und mehr als das: ein trostreiches, helfendes Wort. Wie wenig Menschen können heute noch still lauschen und den Mitmenschen sich aussprechen lassen! Luise lebte fest verankert in ihrem Glauben. Sie war eine Betende, und die hilfesuchend zu ihr kamen, durften wissen, daß ihre Not in Fürbitte mitgetragen wurde. Ihr Frohsinn und Humor waren weiterer Kraft- und Freudequell. Wie lieb und humorvoll versorgte sie all ihre näheren und ferneren Verwandten und Freunde mit Briefen! So lange die Augen es zuließen und das Rheuma die Hand nicht zu sehr plagte, erfreute sie groß und klein mit Topflappen und Babyschühchen. Noch jetzt über ihren Tod hinaus ist ein Vorrat da, von dem jeder ankommende neue Erdenbürger der näheren Verwandschaft ein Paar erhält.

Im November 1966 stürzte sie in ihrer Stube so unglücklich, daß sie ins Krankenhaus mußte und nach mehreren Tagen der Bewußtlosigkeit am 22. November 1966 ein sanfter Tod sie erlöste zu dem neuen Leben, auf das sie lange in starkem Glauben gewartet und gehofft hatte.


1) Vgl. Bd. V S. 78
2) Vgl. Nachruf Bd. II S. 745 mit Bild.


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Ernst Luyken
1879 - 1967

Am 26. 3.1967 starb im Alter von 87 Jahren in Wiesbaden Ernst Luyken (X 64 WA), der Senior der Familie. Er hatte ein reiches und erfülltes Leben hinter sich, in dem sich die wechselvolle deutsche Geschichte der letzten 80 Jahre gleichsam widerspiegelte. Ernst wurde am 5.8.1879 in Düsseldorf geboren, zu einer Zeit also, in der das damalige Deutsche Reich in voller Blüte stand. Schon nach wenigen Monaten verzogen seine Eltern, Walter Luyken 1) und Antonie, geb. Keßler, nach Mönchengladbach, wohin der Vater als Amtsrichter versetzt worden war. Aber bereits im Jahre 1885 siedelte die Familie nach Koblenz um. Hier verlebte Ernst seine glücklichsten Kindheits- und Jugendjahre, die bis zuletzt lebhaft in seiner Erinnerung wurzelten 12). Die beiden letzten Jahre der höheren Schule verlebte Ernst dann ab 1897 in Köln, wohin die Familie infolge abermaliger Versetzung des Vaters umgezogen war. Dort bestand Ernst auch das Abitur, bevor er an der Universität Tübingen das Studium der Rechts- und Staatswissenschaften begann. Hier in Tübingen trat er in das Corps "Suevia" ein, dem er sich Zeit seines Lebens in hohem Maße verbunden fühlte. Dies beruhte nicht zuletzt auf dem Umstand, daß Ernst das Glück hatte, viele junge Studenten kennenzulernen, denen er bis in sein hohes Alter hinein nahestand. Immer wenn die Rede auf diese damaligen Studentenjahre kam, merkte man Ernst an, was ihm diese Zeit noch nach Jahrzehnten bedeutete.

Nach weiterem Studium an den Universitäten Berlin und Bonn legte Ernst im Mai 1903 die erste juristische Staatsprüfung ab und begann alsbald mit dem juristischen Vorbereitungsdienst. In dieser Zeit als Referendar lernte er in Köln seine spätere Frau Emmy Müller 3) kennen, eine Bekanntschaft, die sich über Emmys ältere Brüder angebahnt hatte. Am 15.6.1910 wurde in Köln die Ehe geschlossen, die sich dann in der Folgezeit so überaus glücklich gestaltete. Am 22.4.1911 erblickte dann bereits ein Stammhalter, der Sohn Gerd, das Licht der Welt, der der ganze Stolz seiner Eltern wurde.

Bei Ausbruch des ersten Weltkrieges mußte auch Ernst an die Front. Er hatte als Einjährig-Freiwilliger beim 2. Garde-Feldartillerie-Regiment in Potsdam gedient und rückte mit dieser Truppe im August 1914 ins


1) Vergl. Bd. IV S. 295.
2) Vergl. Bd. IV S. 181 f.
3) * 16.8.1885 zu Köln, Tochter von Carl Albert Müller, Justizrat und Rechtsanwalt (* 24.12.1830 zu Berlin) und Marie geb. Sehlmacher (* 13.3.1852 zu Jakobshagen).





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Feld. Die wechselvollen Kriegsereignisse in West und Ost erlebte Ernst zu einem großen Teil in vorderster Linie mit, zuletzt als Adjutant des Artillerie-Kommandeurs der deutsche Jägerdivision 4).

Im Jahre 1919 übernahm Ernst wieder sein Amt als Staatsanwalt in Saarbrücken, eine Stellung, die er bereits 1913 bekleidet hatte. Zwei Jahre später erfolgte seine Ernennung zum Ersten Staatsanwalt, Ende 1926 seine Beförderung zum Landgerichtsdirektor. Gleichwohl litt Ernst als aufrechter Deutscher sehr unter der Tatsache, daß das Saargebiet auf Grund des Versailler Vertrages von Deutschland abgetrennt und unter Völkerbundsverwaltung gestellt worden war. Darum ersehnte er die Wiedervereinigung des Saarlandes mit dem Deutschen Reich herbei, ein Wunsch, der sich dann auch nach der Volksabstimmung vom 13.1.1935, an der Ernst teilnahm, verwirklichte.

Schon bald darauf wurde Ernst zum Leiter des Amtsgerichts Saarbrücken ernannt, eine Stellung, die er bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges inne hatte. In den letzten August-Tagen dieses schicksalsschweren Jahres 1939 mußte die Familie zusammen mit allen anderen Einwohnern Saarbrücken verlassen, da diese Stadt völlig evakuiert wurde. Ernst selbst war bei Kriegsausbruch zum Stellvertretenden Generalkommando des XII. Armeekorps in Wiesbaden einberufen worden. Nachdem auch die sonstige Familie nach Wiesbaden übergesiedelt war, wurde diese Stadt der künftige gemeinsame Wohnsitz. Am 1.7.1940 wurde Ernst, der beim Stellvertretenden Generalkommando des XII. Armeekorps für das Kriegsgefangenenwesen zuständig war, zum Major befördert, am 31.3.1943 aber aus Altersgründen aus der Wehrmacht verabschiedet.

In diesem gleichen unheilvollen Jahr 1943 trafen ihn und Emmy dann schwere Schicksalsschläge. Kurz hintereinander erhielten sie im Herbst die Nachricht, daß ihre beiden Söhne Gerd und R. in Rußland vermißt seien. Während Gerds Tod später bestätigt wurde 5), kehrte R. im November 1945 aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft, in der er sich seit August 1943 befunden hatte, ins Elternhaus zurück. Da R. von seinen Eltern für tot gehalten worden war, war die Freude über diese Heimkehr unaussprechlich.

Ernst hatte sich nach seiner Verabschiedung aus der Wehrmacht trotz seines Alters nochmals der Justiz zur Verfügung gestellt und war in Wiesbaden als Richter tätig, bis er nach dem allgemeinen Zusammenbruch nach Ende der Kriegshandlungen im Oktober 1945 von der amerikanischen Militärregierung aus seinem Amt entlassen wurde. Am 1.7.1946 erfolgte durch die Saarregierung seine Versetzung in den Ruhestand.

Die folgenden Jahre lebte Ernst bis zu seinem Tode in glücklicher Ehe in Wiesbaden. Nach und nach verließen die Kinder das Elternhaus, zunächst heiratete Dorothee im Jahre 1947 6), dann R. im Jahre 1952.


4) Vergl. im einzelnen Bd. I S. 115.
5) Vergl. Ehrenbuch.
6) Hans Dahms, zur Zeit Rechtsanwalt in Wenningsen/Deister.


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Ernst fühlte sich in Wiesbaden sehr wohl. Er hatte viele Freunde und Corpsbrüder, mit denen ihn zahlreiche Erinnerungen verbanden. Er war ein sehr geselliger, unterhaltender und interessanter Mensch, der lebhaft und anschaulich zu erzählen wusste und über ein bemerkenswertes Gedächtnis verfügte.

Im Sommer waren Rheinfahrten seine besonderen Freunde. Er kannte auf der Strecke Biebrich - Koblenz eigentlich jeden Ort und jede Burg; auch die Landschaft, die Berge und Täler waren ihm vertraut, da er viel gewandert war und somit auf besondere Schönheiten hinweisen konnte. Wenn dann auf dem Schiff vormittags ein Frühschoppen getrunken wurde oder bei der Abendfahrt ein Böwlchen, war Ernst in seinem Element und rieb sich vergnügt die Hände.

Dazu hatte er die Freude, daß in der Familie Harmonie und Eintracht herrschten. Sieben Enkel sah er heranwachsen. Im letzten Jahr vor seinem Tode kam ein
Urenkel hinzu, und wenige Tage vor seinem Ableben erhielt er die Mitteilung von der Geburt eines zweitens Urenkels. Leider war Ernst seit 1964 nicht mehr gesund. Ein bösartiges Leiden bereitete ihm zunehmende Schmerzen und fesselte ihn mehr und mehr an das Haus. Hinzu kam, daß es um ihn immer einsamer wurde. Einer nach dem anderen der vielen alten Freunde und Bekannten schied dahin. So vertiefte er sich zunehmend in die Erinnerung an vergangene Zeiten, in die Korrespondenz mit Familienangehörigen und in das Schreiben eines Tagebuches, das all seine Erlebnisse, Gedanken und Vorstellungen in schönster Weise widergibt.

Neben seinem Corps "Suevia", seinen alten Regimentskameraden und neben seinen vielen Freunden hing Ernst in besonderem Maße an dem Verband der Familie Luyken. Viele Familientage bereicherte er durch seine Gegenwart. Es gab auch kaum einen Familienangehörigen, der sich besser in allen Zweigen des Geschlechts Luyken auskannte, zumal Ernst persönliche Beziehungen mannigfacher Art pflegte und unterhielt. Bis in seine letzten Tage hinein nahm er lebhaftes Interesse an allen Familiendingen. Die Familie Luyken hat mit seinem Hinscheiden schon deshalb einen großen Verlust erlitten, weil er einer der wenigen war, der die oft verschlungenen Fäden der Familiengeschichte zu lösen und andererseits zu festigen verstand. Möge ihm dies im Geschlecht Luyken ein bleibendes Andenken sichern!

Seine letzte Ruhestätte hat Ernst jetzt auf dem Hauptfriedhof in Kassel gefunden, wo sein Sohn R. mit Familie wohnt und wohin auch Emmy vor kurzem übergesiedelt ist. Möge er in dieser Stadt, die viele Mitglieder und Anverwandte der Familie Luyken in ihren Mauern gesehen hat, die ewige Ruhe finden!





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Elsbeth Buchholtz
1893 - 1967

Am 23. März 1967 starb im St. Johannis-Hospital in Bonn nach schwerer Krankheit Elsbeth Buchholtz (XI 62 WA EL), die jüngste von drei Schwestern. Sie wurde am 1.1.1893 in Duisburg geboren. Ihre Eltern waren Amtsrichter Dr. jur. Ludwig Buchholtz und Helene, geborene Röder, die wiederum eine Tochter von Meta Röder geb. Luyken und damit eine Enkelin des Begründers des Zweiges Wesel/Arnsb., G. Luyken (VIII 22 (14), ist. Einige Zeit nach dem frühen Tod des Vaters zog Elsbeths Mutter in die beiden gemeinsame Vaterstadt Dortmund. Nachdem Elsbeth dort ihren Schulbesuch vollendet hatte, verlebte sie im Landerziehungsheim Schloß Gaienhofen am Bodensee eine schöne bildungsreiche Zeit und weilte danach zur gründlichen Erlernung der französischen Sprache in Genf im Internat von Herrn Pastor Hoffmann und seiner Frau, das sich im Gelände des Sees inmitten großer Parkanlagen befand.

Nach verschiedenen Reisen, wie sie sie unter anderem im Frühjahr 1914 nach Paris mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Hildegard unternahm, entschloß sich Elsbeth zur Ausbildung als Säuglingspflegerin und machte in Heidelberg ihre staatliche Prüfung als Krankenschwester.

Während Elsbeth nach Kriegsausbruch im Reserve-Lazarett tätig war, wurde sie von ihrem Verwandten Karl Gerstein, dem damaligen Zivilgouverneur von Brabant in Brüssel, nach Wavre berufen, um die von Brüssel dorthin evakuierten Spitzenarbeiterinnen als Fürsorgerin zu betreuen. In Wavre arbeitete sie bis fast zum Ende des 1. Weltkrieges.

Im Beruf als Fürsorgerin verblieb sie und war zuerst in Brambauer bei Dortmund tätig; 1921 wurde sie zur Kreisfürsorgerin für die sieben Bergstädte des Oberharzes in Clausthal ernannt, was in jeder Beziehung Neuland war. Die ihr fremden Oberharzbewohner lernte sie in neuerrichteten Mütterberatungsstellen kennen, die fleißig und gern besucht wurden. Der großen Entfernung und des bergischen Geländes wegen schaffte ihr Vorgesetzter Kreismedizinalrat Dr. Fischer ein kleines Auto an, dessen Fahrerin Elsbeth wurde.

Im Herbst 1944 holte Elsbeth ihre seit dem 2.7.1934 in Bonn wohnende Mutter von dort in das ruhige, von Bomben verschonte Clausthal, von wo ihre Mutter erst im August 1945 zurückkehren konnte.

Wegen eines Herzleidens mußte Elsbeth sich im Jahre 1954 vorzeitig pensionieren lassen. Als sich ihr Befinden gebessert hatte, betätigte Elsbeth sich privat weiter als ehrenamtliche Helferin im Ev. Hilfswerk und anderen Organisationen. Sie half erkrankten Familienangehörigen und Freundinnen in nah und fern und pflegte sie oft monatelang. Ob-


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wohl Elsbeth allein stand, hatte sie ein ausgefülltes Leben durch die Freundschaften, die sie auf ihrem Lebensweg geschlossen hatte und die sie auf Kinder und Enkelkinder übertrug, was viele Fotos und dankbare Briefe bezeugen. Ihren Verwandten war Elsbeth besonders zugetan, vor allem den Nichten und Neffen.

Ende November 1962 zog Elisabeth nach Bonn in die behagliche Wohnung Baumschulallee 27. Das warme Klima mit der fast südlich-reichen Vegetation entzückte sie immer wieder.

Wenn Fernweh sie bedrängte, reiste Elsbeth mit einer Freundin nach Ägypten, Italien, Griechenland, Spanien, Mallorca, Island und zuletzt nach New York und Mexiko, wovon sie an Hand von Fotos und Farbdias interessant zu berichten wußte.

In der Zwischenzeit arbeitete Elsbeth als ehrenamtliche Hilfe für den Bonner "Deutschen Kinderschutzbund". Trotz sich oft wiederholender Fieberanfälle glaubte Elsbeth den Kinderschutzbund nicht im Stich lassen zu dürfen. Dankbare Nachrufe zeugen von der erfolg- und segensreichen Arbeit der Entschlafenen in verschiedenen Vereinsschriften.

Alle, die Elsbeth auf dem Duisburger Familientag Juni 1966 erlebt haben, den sie mit Duisburger Nichten und Neffen mitmachte, haben sie in Erinnerung, wie sie fröhlich an all den verschiedenen Veranstaltungen im geselligen Luykenfamilienkreis teilnahm. Keiner hat etwas von der Erkrankung geahnt, die zwei Wochen nach ihrer Rückkehr zum endgültigen Ausbruch kam und trotz Elsbeths energischen Widerstandes einen vielwöchigen Krankenhausaufenthalt erforderte.

Die sich daran anschließende dreiwöchige Erholungszeit in der gesunden Höhenluft in Clausthal brachte nur scheinbar eine Besserung oder gar Heilung. Bemühungen der Ärzte und erneuter Krankenhausaufenthalt blieben vergeblich; die Diagnose blieb weiterhin ungeklärt, wenn auch die Schmerzen gelindert wurden.

Am 5. April 1967 kamen, nachdem Elsbeth nach vielem Leiden die Augen für immer geschlossen hatte, Verwandte und Freunde in der Kapelle des Alten Bonner Friedhofes zur Trauerfeier zusammen.

Die Predigt hielt der Elsbeth befreundete Pfarrer Brandt über Matthäus 7, Vers 21: "Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel."

Im Grabe ihrer Eltern auf dem Dortmunder Friedhof ist sie in einer Urne beigesetzt.





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Emma Claassen geb. Luyken
1881 - 1967

Emma Luyken wurde als 2. Kind von Walter Luyken und Antonie geb. Keßler (IX 28 WA) am 7. Juli 1881 in Möchengladbach geboren. Die Eltern zogen Anfang 1885 nach Koblenz, wohin der Vater als Landrichter versetzt worden war. Dort verlebte Emma mit ihren Geschwistern Ernst, Agnes und Walter sehr schöne Jugendjahre, die ihr Bruder Ernst in seinem Bericht über Koblenz vortrefflich geschildert hat 1).

Emma war mit blondem Haar und schönen blauen Augen ein hübsches Mädchen, das überall gern gesehen wurde. Sie hatte ein lebhaftes Temperament und war auch musikalisch sehr gut veranlagt, so daß der Leiter des Koblenzer Konversatoriums es selbst übernahm, ihr Klavierunterricht zu geben.

Nachdem die Eltern im Frühjahr 1897 nach Köln verzogen waren, kam Emma im Herbst, wie es damals üblich war, zur Vervollständigung der Erziehung für 1 Jahr in ein Pensionat, und zwar in das Lenz'sche Töchterpensionat in Kassel. Heimgekehrt, begann sie für das gesellschaftliche Leben, das in der heiteren Domstadt (Köln hatte damals etwa 360 000 Einwohner) sehr im Schwung war. Auch das Theater und die Konzerte im Gürzenich wurden viel besucht. Besonders lebhaft ging es um die Fastnachtszeit zu, in der die öffentlichen Bälle im Zivilkasino und Gürzenich auch viel von auswärtigen tanzlustigen Herren und Damen dazu genutzt wurden, neue Bekanntschaften zu machen. So kam es, daß im Jahre 1902 sich dort auch der Staatsanwalt Walter Claassen aus Dortmund mit einigen Freunden einfand. Die Folge war seine Verlobung mit Emma Luyken.

Diese Verlobung wurde nicht nur von der Luyken'schen Seite, sondern auch von der ostpreußischen Familie Claassen außerordentlich begrüßt. Am 12. Oktober 1902 fand nach der Trauung in der Christuskirche die Hochzeitsfeier mit 58 Gästen im Kölner Zivilkasino statt, zu der auch die Eltern Claassen aus Königsberg mit ihren übrigen vier verheirateten Kindern erschienen waren, nachdem sie vorher erstmals auf einer Dampferfahrt die Schönheiten des Rheins genossen hatten. Emma gewann sehr schnell die ostpreußischen Herzen.

Das junge Paar nahm seinen ersten Wohnsitz in Dortmund. Dort wurden die Kinder Franz und Elisabeth geboren. Im Herbst 1906 wurde Walter nach Kassel versetzt, wo er 1909 zum Staatsanwaltschaftsrat ernannt wurde. Die dort verlebten 7 Jahre waren für das Ehepaar eine besonders


1) Vergl. Band IV Seite 181 f.


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schöne Zeit. Die dienstlichen Verhältnisse waren sehr befriedigend, gesellige Anregungen gab es reichlich, und die herrliche Umgebung von Kassel wurde fleißig durchwandert. Emma war auch durch ihre Gewandtheit und ihr vielseitiges Interesse in den gesellschaftlichen Kreisen sehr beliebt. Hier vergrößerte sich die Familie um die Töchter Agnes (Anni) und Ruth.

Am 29. Dezember 1913 wurde Walter als Vertreter des Oberstaatsanwalts an das Oberlandesgericht in Königsberg versetzt und nach einiger Zeit zum Ersten Staatsanwalt 2) ernannt. So schmerzlich diese Versetzung für Emma's Eltern in Osnabrück war, da diese nun die häufigen Besuche auch des sehr geliebten ältesten Enkels Franz entbehren mußten, so erfreulich war es doch, daß Walter in seine ostpreußische Heimat zurückkehren konnte. Auch dort lebte sich Emma sehr schnell ein, ihr rheinischer Humor trug viel dazu bei.

Mit Ausbruch des 1. Weltkrieges wurde Walter als Hauptmann der Reserve zum Kommandeur eines Magazin-Fuhrparks ernannt und im Osten verwendet. Emma verblieb zunächst mit den Kindern in Königsberg; als aber die Stadt durch den Einfall der Russen in Ostpreußen und das anfängliche Zurückweichen der deutschen Truppen gefährdet erschien und viele Familien Königsberg verließen, machte sich auch Emma mit ihren Kindern nach Osnabrück zu ihren Eltern auf, wo ihre Schwester Agnes mit Sohn Hans schon eingetroffen war. Nachdem Ostrpreußen durch die deutschen Siege bei Tannenberg und an den Masurischen Seen vom Feind befreit war, kehrte Emma im September 1914 wieder nach Königsberg zurück.

Walter, inzwischen zum Major befördert, blieb noch bis Anfang 1918 im Heeresdienst; er nahm alsdann, von seiner Behörde reklamiert, seine Tätigkeit im Oberlandesgericht wieder auf. Der unglückliche Ausgang des Krieges hatte auch in Königsberg Unruhen hervorgerufen, jedoch wurde die öffentliche Ordnung bald wiederhergestellt.

Im Februar 1919 wurde Walter als Landgerichtsdirektor nach Dortmund versetzt, wo das Ehepaar 1902 den ersten Hausstand begründet hatte. Dort verlebte es die Inflationsjahre in Zurückgezogenheit und war vor allem darauf bedacht, den Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Am 23. Juni 1925 fand in der Reinoldikirche die Trauung der Tochter Anni mit dem Pfarrer Julius Matz zu Pillau statt, der sich ein schöne kleine Hochzeitsfeier anschloß. So kam Anni wieder nach Ostpreußen. Sie schenkte am 8. August 1926 einem Töchterchen (A.) das Leben, starb aber eine Woche später ohne Todesvorahnung in der Klinik zu Königsberg in Anwesenheit ihres Gatten. Dieser Verlust von Anni, die ein solch sonniges Gemüt hatte, war für ihn, die Eltern und Geschwister ein ganz tiefer Schmerz. - - 3). Auch Julius Matz war kein langes Leben beschieden. Nach Beginn des 2. Weltkrieges stand er als Hauptmann und Batterieführer im Felde, mußte jedoch im Juni 1943 wegen Herz-


2) Die jetzigen Amtsbezeichnungen heißen Oberstaatsanwalt und Generalstaatsanwalt.
3) Vgl. Band I Seite 291.





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erkrankung die Front verlassen. Nach einiger Zeit konnte er wieder sein Pfarramt in Auglitten (Ostpr.) übernehmen. Dort begann am 25. Januar 1945 der Treck, der alsbald in die Hände der Russen geriet. Auf dem Transport der Männer nach dem Ural war Julius unermüdlich als Seelsorger tätig und leistete Kranken und Verwundeten tröstlichen Beistand. Von etwa 2000 Mann kamen nur etwa 900 im Ural an. Dort starb Julius an Entkräftung (vgl. Ehrenbuch).

Walter wurde nach Erreichung der Altersgrenze zum 1. April 1934 in den Ruhestand versetzt. Er war eine gediegene, ritterliche Persönlichkeit, die überall hohes Ansehen genoß. Seine Berufskollegen hatten ihm ihr besonderes Vertrauen dadurch bekundet, daß sie ihm den ehrenamtlichen Vorsitz im preußischen Richterverein des Landgerichtsbezirks Dortmund übertragen hatten. Leider machten sich nun mehr und mehr Herzbeschwerden geltend, die Walter nötigten, seine so gern unternommenen Wanderungen abzukürzen und schließlich ganz einzustellen. Nach einem erfüllten Leben ging er in der Frühe des ersten Weihnachtstages 1938 im 72. Lebensjahr weltgelöst in Frieden heim 4).

Emmas Tagebuchaufzeichnungen aus dieser Zeit gewähren bewegende Einblicke in ihre innersten Empfindungen. Sie hat sehr gelitten unter dem Verlust ihres Lebensgefährten. Zunächst blieb Dortmund ihr Wohnsitz. Treue Freunde standen ihr dort zur Seite. Ende des Krieges zog sie nach Arnsberg. Diese landschaftlich so reizvolle Stadt wurde ihre letzte Wegstation. So manche Menschen durfte sie noch beschenken mit den reichen Gaben ihres Geistes und ihres Herzens. Unvergeßlich schön waren bei ihr jene Stunden, in denen über ihrem Erzählen aus vergangenen Tagen das Dichterwort Wirklichkeit wurde: "Vom nächtlichen Grund der Seele löst sich die Erinnerung und steigt beglückend wie ein Sternbild über die Linie des Horizontes herauf."

Emmas Briefe waren bis zuletzt von tiefem Dank erfüllt im Blick auf ihre jüngste Tochter Ruth, deren liebevolle Pflege ihre letzten beiden Jahre bis zu ihrem Hinscheiden am 27. April 1967 besonders erhellt hat.






4) Vgl. Band II Seite 531 f.


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Chronikblatt 1968