Familienverband Luyken



Chronikblätter 1933 (Band II)
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Ludwigshafen, 19.12.2013



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Chronikblätter
für die Familie Luyken und ihre Anverwandten.


13. Jahrgang.     Berlin, W., März 1933.     Heft 1.


Ereignisse des Jahres 1933.

Getauft:

12. Jan.   Alexander Scharpenack zu Elberfeld, S. v. Alex-Robert Scharpenack [XI 244, Bd. I, S: 380 und 417] u. Ilse geb Kleutgen, ebd. Augustastr. 136.

Unter den 16 Teilnehmern der Tauffeier befanden sich außer dem amtierenden Revierpastor Lesser und dessen Gattin die Eltern und die beiderseitigen Großeltern des Täuflings, die Geschwister Erwin und Edith Sch. des Täufl.-Vaters und der Bruder Fritz Kleutgen der Täufl.-Mutter mit seiner Gattin Marie geb. Stark.


22. Jan.   Ingeborg-Marita Arnold zu Gladbach-Rheydt, T. v. Hans-Heinrich Arnold u. Dr. jur. Helga geb. Röder [XI 65, Bd. I, S: 323 und II, S: 29], Rechtsanwälte, ebd., Goethestr. 13 (ab 1. IV. 33 Viersenerstr. 159).

An der Tauffeier nahmen u. a. teil: Sophie Röder geb. Wassermeyer als Mutter, und Referendar Ernst-Ulrich Röder als Bruder der Taufmutter, ferner Notar Dr. von Roesgen mit Gattin Erna geb. Arnold als Schwester, und Frieda Arnold als Base des Taufvaters.


Gemeinsam getauft:

19. Febr.  I. K. zu Naumburg a. d. S., T. v. Dr. jur. Erich Kalkoff, Amtsgerichtsrat, ebd., Buchholtzstr. 5, u. Hilde geb. Luyken [XI 117, Bd. I, S: 345 und Bd. II, S: 66].

Helga Spieler zu Naumburg a. d. S., T. v. Dr. jur. Hermann Spieler, Landgerichtsrat, ebd., Jenaerstr. 6 b, u. Ilse geb. Machatius [XI 148, Bd. I, S: 349].

"Die Doppeltaufe vollzog im schönen Naumburger Dom - und zwar in besonderem Entgegenkommen - in der berühmten Stifterkapelle Herr Domprediger Merensky.

Die beiden Familien und ihre zahlreichen Gäste vereinigte dann ein Festmahl in den Räumen des Klubhauses "Erholung" und am Abend, soweit die Teilnehmer nicht schon früher Naumburg wieder verlassen mußten, ein fröhliches Beisammensein im Hause der Taufeltern Kalkoff. In ersten und heiteren Reden kam die Freude darüber zum Ausdruck, daß die vielverschlungenen Fäden von Familien und Generationen aus dem Osten und Westen, der Hauptstadt, aus dem Herzen und dem Süden des Deutschen Reichs bei diesem Fest zu einem schönen, harmonischen Gebilde zusammenliefen."

Dan. Thilo [s. 28)!]





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Feier der Doppeltaufe von I. K. und H. S..

1) Emma Thilo g. Kleemann [IX 76, Bd. 1, S: 47];
2) Dr. med. Ewald L.*) [X 69, Bd. I, S: 119];
3) Dr. jur. Franz Machatius [X 94, Bd. 1, S: 143], Reichsfinanzrat i.  R.;
4) Kurt Spieler, S. v.  5);
5) Dr. jur. Hermann Spieler, Landgerichtsrat [Bd. 1, S: 349];
6) Irmgard Sp., T. v. 5);
7) Ilse Sp., g. Machatius, Frau v. 5) mit Helga;
8) Hilde Kalkoff g. L. [XI 117, Bd. II, S: 66] mit Ilse;
9) Dr. jur. Erich Kalkoff, Amtsgerichtsrat, Gatte v. 8);
10) Lyda Kalkoff g. Schmidt [Mutter v. 9)],
11) Elisabeth L. g.  Niemöller [Gattin v. 2)];
12) Frau Bender [Hausdame v. 3)];
13) Frau Domprediger Merensky;
14) Dr.  jur. Fritz Kalkoff, Rechtsanwalt [Vetter v. 9)];
15) Grete L. [XI 118, Bd. I, S: 345];
16) Liselotte L. [XI 116, Bd. I, S: 345], Turn- und Sportlehrerin;
17) Inge Rümmler [T. v. der Stiefschw. d. Vaters v. 11)];
18) Greta Schmidt g. Reissert, [Gattin v. 30)];
19) Hanni Kalkoff g. Beyer [Frau v. 25)];
20) Hildegard Weber, Gewerbeoberschullehrerin, (T. v. Schw. v. Hildegard Thilo geb. Schäfer [X 96, Bd. I, S. 143]);
21) Margarete Wolff g. Bernhardt, [T. d. Schw. d. Mutter v. 5)];
22) Dr. med. Fritz Kalkoff, Geh. Mediz.-Rat, [Vater v. 9)],
23) Dipl. Ing. Günther Thilo [XI 146, Bd. I, S: 349], Postreferendar;
24) Dr. med. Hans L. [XI115, Bd. I, S: 345];
25) Dr. med. Konrad Kalkoff [Br. v. 9)];
26) Walter Thilo [XI143, Bd. I, S: 349];
27) Domprediger Merensky;
28) Daniel Thilo [X 91, Bd. I, S: 142], Oberpostdir.-Präsident;
29) Heinz Kalkoff, cand.  med., [Br. v. 9)];
30) Otto Schmidt [Br. v. 10)], Rechtsanwalt.


Verheiratet:

10. März Ernst Luyken [X 26, Bd. I, S: 83], Duisburg, Kuhstr. 10 (S. v. † Ernst Luyken u. Anna geb. Wever), mit Laura


*) L := Luyken.


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Anschriften:

Lisbeth Holle geb. Röder, [X 45, Bd. I, S: 102, Wwe. v. Geh. Justizrat Alex Holle], seit März d. J. Bonn, Luisenstr. 19.


Hans Heinrich Arnold u. Dr. jur. Helga geb. Röder [XI 65, Bd. I, S: 323 u. Bd. II, S: 29 ], Rechtsanwälte, Gladbach-Rheydt, seit 31. März d. J. Viersenerstr. 159.


Gertrud Luyken [XI 73, Bd. I, S: 324], aus Hamburg, seit März d. J. Madrid, Calle Fuencanal 14, Pension Fernandez.


Elisabeth Claassen [XI 102, Bd. I, S: 344], Studienreferendar, seit 1. Okt. 1932 am Städt. Oberlyceum Wattenscheid.


Manfred Jakobs [XI 251, Bd. I, S: 384], seit 1. Febr. d. J. in Fa. "Samenzüchterei Reuchardt", Beuditz-Gröbers, (Kr. Merseburg).



Gestorben:

Im hohen Alter von 87 Jahren entschlief sanft und friedvoll zu Rüthen i. W. am 8. Februar d. J.

Hulda Luyken geb. Hassel,

Seniorin der gesamten Familie Luyken (Leuken).

Als einziges Kind des Kaufmanns und späteren Gutsbesitzers Johann Wilhelm Hassel (1819-1892) und seiner Ehefrau Louise geb. Hausmann (1812-1906) wurde Hulda Emilie Hassel am 16. Aug. 1845 zu Elberfeld geboren. Als ihre Eltern 1854 auf das Gut Hemmern bei Rüthen i. W. übergesiedelt waren, erhielt die neunjährige Hulda, weil die Umgebung dieses Guts überwiegend katholisch war, ihren Schulunterricht im Pfarrhaus zu Büren bei Pastor H. C. V. Granier, dessen Gattin Ida die Tochter des Gerichtsdirektors Dr. F. W. A. Rauhert war. Dort wurde sie am 25. Sept. 1859 konfirmiert und half dann ihren Eltern in der Landwirtschaft zunächst auf dem Gut Hemmern und später auf dem Gut Kotthausen bei Messinghausen, das ihr Vater in Waldeck nebst einem zweiten kleinen Gut Willingen unweit Brilon käuflich erworben hatte. Dort genoß sie eine sehr schöne Jugendzeit, deren sie sich später gern mit dankbarer Freude erinnerte.





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Am 7. März 1872 verheiratete sich Hulda H. mit Otto Luyken [IX 29, Bd. I, S: 34], der damals das elterliche Gut zu Rüthen i. W. verwaltete. Daniel Philipp Otto Luyken, ältester Sohn von Hermann L. (1805-1888), wld. Pfarrer zu Berge b. Hamm i. W., und Mine geb. Luyken (1811-1904), wurde am 4. Febr. 1837 zu Wesel geboren. Er kam 1851 auf die Realschule nach Elberfeld, wo er im Hause des Direktors Wackernagel Aufnahme fand. Nach Ableistung des Einjährig-Freiwilligen Dienstjahres 1859/60 bei der reitenden Artillerie zu Münster i. W., arbeitete Otto L., um sich für das Studium der Technik vorzubereiten, zunächst praktisch auf der St. Wilhelmshütte zu Warstein, an welcher damals seine beiden Oheime Wilhelm Hammacher [VIII 28, Bd. I, S: 46] und August Luyken [VIII 26, Bd. I, S: 46] als "Gewerke" beteiligt waren.


Otto Luyken
(1837-1917)

Dann aber wandte er sich dem Studium der Landwirtschaft zu, deren Betrieb er zunächst auf dem Bodelschwingschen Gut Velmede bei Meschede i. W. von Okt. 1861 an praktisch erlernte. Am 28. Febr. 1863 folgte er einer Einladung seines Freundes und späteren Schwagers Ernst Röhrig [IX 34, Bd. I, S: 152] auf dessen Rittergut Mirchau bei Danzig, um dort seine landwirtschaftliche Kenntnisse zu erweitern. Hierauf übernahm er am 5. April 1864 die Bewirtschaftung des Landguts bei Rüthen, das sein Vater am 11. Nov. 1863 für 25 000 Th. seinem Schwager Wilhelm Hammacher (vgl. oben!) abgekauft hatte, und das Otto vom 1. Jan. 1866 zur selbständigen Verwaltung erhielt. Noch während der ersten Jahre nach seiner Heirat blieb er mit seiner jungen Gattin auf diesem Gut Rüthen; hier wurden ihm auch die beiden Söhne geboren: 1) Hermann L. [X 68, Bd. I, S: 118], geb. 28. Dez. 1872, Kaufmann zu Vohwinkel (5 Kinder und 4 Enkel); 2) Dr. med. Ewald L. [X 69, Bd. I, S: 119], prakt. Arzt in Stolberg i. H., geb. 19. Juni 1874 (4 Kinder und 1 Enkel). Im Jahre 1875 übernahm Otto L. die Verwaltung des schwiegerelterlichen Guts Hemmern, das er durch Hinzunahme von Teilen des Rüthener Guts und durch Zukauf anderer Landstücke auf 430 Morgen vergrößerte, und dessen Ertragfähigkeit er durch fleißige und sachgemäße Bewirtschaftung erheblich zu steigern vermochte.

In Hemmern kamen auch die beiden Töchter: Antonie (* 16. Mai 1876 ) und Ida (* 26. Dez. 1878) zur Welt. Nach Verpachtung dieses Guts im Jahre 1884 siedelte Otto L. auf das oben erwähnte Gut Kotthausen seiner Schwiegereltern über, um auch dieses durch sorgfältige Pflege des Bodens in die Höhe zu bringen. Während jener Zeit nahm seine Schwiegermutter mit den 4 Enkeln im benachbarten Brilon Wohnung, wo Hermann und Ewald das Gymnasium und Antonie mit Ida die evang. Mädchenschule besuchten. Hier wurden Ende Februar 1886 alle vier Kinder vom Scharlachfieber ergriffen, welchem kurz hintereinander die beiden Töchter, Antonie am 11. März und Ida am 23. März, erlagen, während die beiden Söhne wieder gesundeten. Im


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Jahre 1890 kehrte Otto L. mit seiner Familie auf das Gut Hemmern zurück, wohin auch bald darauf seine Schwiegereltern nach Verkauf von Kotthausen übersiedelten; hier setzte er sich 1894 zur Ruhe, nachdem er die Verwaltung dieses Gutes seinem ältesten Sohn Hermann übertragen hatte.

Als 1902 das Hauptgebäude auf Hemmern infolge der Unvorsichtigkeit eines Schweizers niedergebrannt war, verlegten Otto und Hulda L. im Mai 1903 ihren Wohnsitz nach Rüthen.

Bei aller tatkräftigen Regsamkeit für die Landwirtschaft blieb Otto L. doch auch jenen Anregungen treu, die er aus häufigen und eingehenden Gesprächen über theologische Fragen im elterlichen Pfarrhause zu Berge gewonnen hatte. Mit Vorliebe studierte er nach den Werken von Prof. Johann Peter Lange die Propheten des alten Testaments und verstand es auch vortrefflich, in lebhaften und oft recht drastischen Aeußerungen seine Anschauungen den Zuhöreren mitzuteilen. Auch war er Anhänger der Homöpathie, mit deren Heilmitteln er gerne bei Menschen und Tieren helfend einzugreifen suchte.

Kaum zwei Wochen nach seinem 80. Geburtstag starb Otto Luyken am 17. Febr. 1917 und fand seine letzte Ruhestätte am 22. dss. Mon. auf dem Friedhof zu Warstein*) neben seiner Tante Mathilde Hammacher geb. Luyken [VIII 28, Bd. I, S: 46] und dem schon im zartem Kindesalter verstorbenen Sohn seiner Schwester Hedwig Hammacher geb. Luyken [IX 30, Bd. I, S: 127], der Gattin von Gottlieb Hammacher.

Nach dem Hinscheiden ihres Gatten blieb Hulda Luyken während der weiteren 16 Jahre, die ihr bis zuletzt in körperlicher und geistiger Frische noch vergönnt waren, allein in Rüthen wohnen. Hier für Freunde und Bekannte mit hingebender Opferwilligkeit hilfreich zu sorgen, ihnen in Not und Krankheit beizustehen, ihre Schmerzen zu lindern und zu heilen, bildete den Hauptinhalt ihres friedsamen Lebensabends. Zur Sommerzeit war ihre Lieblingsbeschäftigung die Pflege der Rosen, mit denen sie bei festlichen Anlässen gerne ihre Umgebung erfreute; so hat sie auch für manches junge Brautpaar mit Rosengirlanden den Traualtar selbst geschmückt. Für solch segensreiches Wirken im Dienste ihrer Mitmenschen wurde Hulda L. aus weiten Kreisen der Einwohnerschaft dankbare Verehrung und hohe Achtung entgegengebracht; so gedachte anläß lich ihres 87. Geburtstages im August vor. Jahres auch die Rüthener Zeitung in Dankbarkeit der Jubilarin mit herzlichen Glück- und Segenswünschen (vgl. XII, 3, S: 79).

Anfang Februar d. J. erkrankte Hulda L. an Grippe und doppelseitiger Lungenentzündung; aus der bald darauf sich einstellenden Benommenheit erwachte sie nicht mehr, sondern entschlummerte wenige Tage später am 8. Febr. sanft für immer. -


*) Das Gelände für diesen Friedhof hatte Wilhelm Hammacher der Gemeinde zu Warstein anläßlich des am 10. Okt. 1859 erfolgten Todes seiner ersten Gattin Mathilde geb. Luyken [VIII 28, Bd. I, S: 46] geschenkt, welche am 13. dss. Mon. hier als erste Tote beigesetzt worden war.





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Anschriften:

(Mitteilungen zu diesem Abschnitt werden möglichst bald an die Chronikstelle erbeten.)

Ernst Luyken [X 26, Bd. I, S: 83; seit 10.3.1933 verm. m. Laura geb. Toelle, vgl. vor. Heft, S: 102], in Deutsche Bank- und Diskontogesellschaft, Duisburg, Wohnung: ebd., Kuhstr. 10.


Heinrich Schmidt, Fabrikbesitzer, u. Meta geb. Luyken [X 42, Bd. I, S: 94], Düsseldorf; (Haroldstr. umbenannt in) Adolf Hitler-Str. 29.


Hans Krahmer-Möllenberg, Polizeioberst a. D., u. Agnes geb. Luyken [X 66, Bd. I, S: 116], ab 30. Juni d. J. Bonn, Baumschulallee 6, (vgl. auch dieses Heft, S: 115).


Grete Luyken geb. Roth (Wwe. von † Fritz Luyken [X 85, Bd. I, S: 131 u. Bd. II, S: 18]), seit Sept. 1932 mit den beiden jüngsten Töchtern Marie-Luise und Ingeborg auf Palma de Mallorca (Spanien), Sonvick, Bona Nova. Ihre älteste Tochter Juliane wohnt seit April d. J. bei dem Bruder ihrer Mutter, Oberförster Ferdinand Roth in Neupfalz bei Stromberg im Hunsrück.


(Fortsetzung dieses Abschnitts folgt im nächsten Heft.)


Gestorben:
(Nachtrag zu Heft 13, 1.)

Am 22. Februar d. J. starb im zarten Alter von einem Jahr und zehn Mon. Erich Haensel zu Hamburg, das einzige Söhnchen von Albert Haensel und Ilse geb. Kühn, (T. v. Hermann Kühn u. Hulda geb. Leuken [X 199, Bd. I, S: 408], Berlin-Lichterfelde). Erich H. war am 25. April zu Hamburg geboren und dort am 11. Okt. dess. Jahres getauft worden. Der kleine Knabe, anfangs gesund und kräftig, erkrankte nach einem Jahr an Entzündung der Muskelnerven, welche trotz zehnmonatiger Behandlung im Hamburger Krankenhause den so frühzeitigen Tod herbeiführte. Durch diesen so schmerzlichen Verlust erlitt die junge Mutter, welche sich von der Geburt des Töchterchens H. (vgl. S. 113) noch nicht ganz erholt hatte, einen schweren Nervenzusammenbruch, von dem sie aber nunmehr nach einem längeren Kuraufenthalt im Odenwald erfreulicherweise genesen ist.


Zwanglose Familien-Zusammenkunft
in Düsseldorf am 25. Juni1933.*)

Im vergangenen Winter hatten Dr. jur. Rudolph Luyken [X 86, Bd. I, S: 141], Duisburg, und Bergassessor Fritz Luyken [X 130, Bd. I, S: 164], Bergwerksdirektor in Gelsenkirchen, bei unserem Familien-


*) Nach freundlichen Mitteilungen von Herrn Geheimen Regierungsrat Dr. jur. Albert Luyken [VIII 35, Bd. I, S: 22] auf Landfort bei Anholt i. W.


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Seit dem 11. April 1899 war Adolf Waibel verheiratet mit Amélie geb. Steinmüller verw. Siebel, ältester Tochter von Lebrecht Steinmüller, wld. Mitbegründer der Röhrendampfkesselfabrik in Gummersbach, und von Elise geb. Luyken (vgl. Bd .I, S: 432).

Ueber seinen Lebenslauf entnehmen wir dem Nachruf aus der "Textilzeitung" vom 10. August 1933:

"... Adolf Waibel wurde am 3. September 1868 als Sohn des Direktors der Mechanischen Weberei Fischen im Allgäu geboren. Nach Uebersiedlung der Familie nach Augsburg und später nach Stuttgart besuchte er dort das Karls-Gymnasium. Nach dessen Absolvierung, entschloß er sich den Kaufmannsberuf zu ergreifen und nahm nach einer Lehrzeit in Bremen Stellungen in Le Havre und Liverpool in bedeutenden Baumwollhäusern an. Neben seinen unmittelbaren beruflichen Pflichten nahm er mit eisernem Fleiß das Studium fremder Sprachen bis zu deren vollkommenen Beherrschung auf.

Im Jahre 1899 wurde Adolf Waibel von seinem Vater, der unterdessen die Leitung der Aktiengesellschaft Süddeutsche Baumwolle-Industrie Kuchen übernommen hatte, als Prokurist in diese Firma berufen, um im Jahre 1902 seinem sich zur Ruhe setzenden Vater als Vorstand der Aktiengesellschaft zu folgen. Diese Stellung bekleidete er mit großem Erfolg, so daß er, als ihm im Jahre 1907 der Posten eines Vorstandes der Mechanischen Baumwoll-Spinnerei und -Weberei Augsburg angeboten wurde, diese Stellung bei der großen Bedeutung des Unternehmens innerhalb Deutschlands gerne annahm. Aus persönlichen Gründen sah er sich veranlaßt, die Stellung in Augsburg i. J. 1910 wieder aufzugeben. Darauf trat Adolf Waibel in Basel in eines der bedeutendsten Großhandelshäuser, in die Firma "Bernheim & Co." ein. Er wurde mit der Aufgabe betraut, die Oberaufsicht über die diesem Hause nahestehenden Spinnereien und Webereien zu führen. Von dort aus erhielt er einen Ruf als Generaldirektor nach Ebersbach in Sachsen, um die Leitung der bekannten Firma "Hermann Wünsches Erben" zu übernehmen. In Ebersbach verblieb er bis zum Jahre 1917; als jedoch die deutschen Baumwollspinnereien und -Webereien unter Rohstoffmangel zu leiden hatten und kaum mehr beschäftigt werden konnten, ferner, als die Zwangsbewirtschaftung der Rohstoffe und Fabrikate immer neue Organisationen und Leiter derselben benötigte, folgte Waibel einem Ruf in die Kriegsrohstoff-Abteilung und später in das Kriegsamt, wo er Gelegenheit hatte, der deutschen Heeresverwaltung und der deutschen Industrie überaus wertvolle Dienste zu leisten.

Nach Kriegsende verblieb Adolf Waibel in Berlin. Bei seinem rastlosen Tätigkeitsdrang und seinen persönlichen Beziehungen wurde


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seine Arbeitskraft und sein Rat bei allen möglichen Gelegenheiten von öffentlichen Korporationen, Kreditinstituten, von Industrie- und Handelsunternehmungen in Anspruch genommen. So wurde er auch in den Aufsichtsrat verschiedener bedeutender Unternehmungen gewählt..." So war Adolf W. stellvertr. Vorsitzender des Aufsichtsrats der "Gebr. Moras A.-G." und der "Plauener Baumwollspinnerei A.-G." in Plauen, ferner war er auch Mitglied des Verkehrsausschusses, der ständigen Tarifkommission der deutschen Reichseisenbahnen. Er war Mitglied der deutschen Industrie und der deutschen Gruppe der internationalen Handelskammer. Noch kurz vor seinem Tode wurden seine Verdienste, die er sich in seinen ehrenamtlichen Stellungen um die deutsche Wirtschaft erworben hat, dadurch öffentlich anerkannt, daß er zum stellvertretenden Verwaltungsrat bei der Deutschen Reichspost ernannt wurde.

Unter den ehrenvollen Kundgebungen, welche die Leitungen der verschiedenen Industrie-Organisationen und -Unternehmungen ihrem langjährigen Mitgliede Adolf Waibel anläßlich seines Todes gewidmet haben, sei der in Heft 14 der "Geschäftlichen Mitteilungen für die Mitglieder des Reichsstandes der deutschen Industrie" abgedruckte Nachruf hier wiedergegeben:

"In der Nacht vom 5. zum 6. August verstarb das langjährige Mitglied des Vorstandes, der Vorsitzende des Verkehrsausschusses des Reichsverbandes der Deutschen Industrie, Herr Generaldirektor Adolf Waibel. Mit vorbildlicher Pflichttreue und im Besitz überlegener Sachkenntnis, insbesondere auf dem Gebiete des Verkehrswesens hat der Entschlafene sich in den Dienst der deutschen Industrie und ihrer Spitzenorganisationen gestellt. Sein Urteil fand nicht nur bei der Industrie, sondern auch bei der gesamten deutschen Wirtschaft, wie namentlich auch bei den Verkehrsunternehmungen, in der Linie der Deutschen Reichsbahn, eingehende Beachtung. Von Vaterlandsliebe und vornehmer menschlicher Gesinnung beseelt, wußte er sich die Sympathien aller zu erwerben, die mit ihm in Berührung kamen. Die großen Verdienste, die sich Adolf Waibel erworben hat, sichern ihm ein ehrenvolles Andenken über das Grab hinaus.

Reichsstand der Deutschen Industrie, Wirtschaftspolitische Abteilung.

(gez.) Dr. Krupp von Bohlen und Halbach.        Dr. Herle."















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Nach kurzem schweren Leiden verschied am 29. August d. J.

Dr. phil. Wilhelm Luyken

zu Hamburg im 59. Lebensjahr.

Wilhelm Carl Walter Luyken [X 50, Bd. I, S:  103] war am 8. August 1875 zu Hamburg geboren als ältester von drei Söhnen und drittes der sechs Kinder von Arnold Luyken (1842-1901) und Emma geb. Hammacher (vgl. Bd. I, S: 320 ff.). Er besuchte zunächst in seiner Vaterstadt die Gelehrtenschule des Johanneums und von Obersekunda ab das Mattias-Claudius-Gymnasium zu Wandsbek, das er Ostern 1896 mit dem Reifezeugnis verließ. Er arbeitete dann ein Jahr praktisch auf der "Gute-Hoffnungshütte" in Sterkrade und Oberhausen (Rhld.) und studierte nach Ableistung des Einjährig-Freiwilligen Dienstjahres 1898/9 beim Garde-Feld-Art.-Regt. 2 in Potsdam bis Ostern 1901 bei der Abteilung für Schiffs- und Schiffsmaschinenbau an der Technische Hochschule Berlin. Von Ostern 1901 bis Herbst 1903 widmete Wilhelm sich dem Studium der Naturwissenschaften, insbesondere der Mathematik und Physik an der Universität Göttingen und bestand hier am 17. Dezember 1903 das Doktorrigorosum "magna cum laude", dem die Promotion am 18. Januar 1904 vor der Philosophischen Fakultät folgte.

Im Jahre 1904/5 arbeitete Wilhelm im Konstruktionsbureau der Firma "Körting A.-G." in Hannover und 1905/6 bei der "Maschinenbau-Union A.-G. Dortmund" als Leiter der Abteilung für maschinenbautechnische Anlagen in Mengede. Von 1906-1913 war er mit der Leitung des Bureaus für elektrisch-artilleristische Einrichtungen bei der Firma "Krupp A.-G.", Essen, betraut. 1913-1915 beteiligte er sich als Mitinhaber der Lampenfabrik "Gebr. Wolf" in Neheim (Westf.).

Während des Weltkrieges erhielt Wilhelm 1915 ein Kommando nach Antwerpen und ein Jahr später zur Artillerie-Werkstatt nach Spandau; dann wurde er von der Kriegspapierindustrie reklamiert und betätigte sich bis zum Kriegsschluß in der Leitung der "Deutschen Papiergarngesellschaft".

Im Jahre 1920 trat er als Teilhaber in die Firma "Thu-Wu-Schreibwarenwerke", aus der er 1930 ausschied, um sich in das Privatleben zurückzuziehen. Seine naturwissenschaftlichen Studien setzte er auch weiterhin fort; zur Erholung unternahm er gern Fahrten mit seinem Motorboot "Forelle", das mit praktischen Verbesserungen erfinderisch auszugestalten ihm große Freude bereitete.


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Am 25. Januar 1906 hatte sich Wilhelm Luyken mit Elfriede Moeller, der Tochter von Dr. Karl Moeller (1837-1918), wld. Fabrikbesitzer auf Kupferhammer b. Brackwede und Hertha geb. Weber, z. Z. ebd., verheiratet. Aus dieser Ehe waren 3 Kinder, Arnold, Gertrud und Ernst hervorgegangen. Bald darauf verfiel die junge Mutter in eine unheilbare Nervenerkrankung, sodaß die Ehe gelöst werden mußte. Für seine verwaisten Kinder gewann Wilhelm in seiner zweiten Gattin, Alice geb. Kühn, mit welcher er am 17. Januar 1921 den Lebensbund schloß, eine liebevolle sorgende Mutter.

Mitte Juni d. J. erkrankte Wilhelm an Magen- und Leberkrebs derart schwer, daß die zeitweise auftretenden heftigen Schmerzen bald durch Morphium gelindert werden mußten. Am 29. August wurde er durch den Tod von seinem Leiden erlöst. Seine Einäscherung erfolgte am 2. September im Krematorium des Friedhofes Ohlsdorf b. Hamburg in Anwesenheit seiner Anverwandten und Freunde.

Wilhelm besaß eine ernste, dem Grüblerischen geneigte, Aeußerlichkeiten nicht wertende Veranlagung und Unterhaltungen gegenüber, in den Bildungspose mit blinkender Rede gern der Menschheit bunte Schnitzel kräuselt, blieb er zurückhaltend und schweigsam; er liebte es vielmehr, Gespräche geistreich zu behandeln und bot jedem, der seinen originalen Gedankengängen zu folgen verstand, wertvolle Anregung. Sein tiefer Erkenntnisdrang war auch der Grund gewesen, weshalb sich Wilhelm der Universtiät Göttingen zuwandte, wo damals auf mathematischem und physikalischen Gebiete bedeutende Gelehrte wie Voigt, Lorenz, Klein und Nernst wirkten. Seine Doktorarbeit über "Untersuchungen am Dieselmotor" zeigt deutlich, mit welch ungewöhnlichem Scharfsinn der Verfasser die hierbei auftretenden zahlreichen und verwickelten physikalischen Einzelvorgänge experimentell nachzuprüfen und theoretisch erschöpfend zu analysieren verstanden hat.



Am Sonnabend, dem 16. September d. J. erlag den Folgen
einer Lungenentzündung nach kurzem Krankenlager

Georg Becker

Rittergutsbesitzer, auf Schafhausen bei Werl im 45. Lebensjahre.

Als jüngster der drei Söhne des Fabrikbesitzers Karl Becker (1852-1921) und seiner Ehefrau Auguste geb. Luyken (1860-1908) wurde Georg Daniel Friedrich Becker am 6. Januar 1889 zu Hamburg geboren, [vgl. X 1, Bd. I, S:  42 u. XI 3, Bd. I S: 205/6 ).

Im folgende Jahre siedelten die Eltern nach Menden i. W. über, wo sein Vater sich an der Gründung der Eisengießerei Rödinghausen beteiligt hatte. Hier verlebte Georg B. die ersten Jahre der Kindheit, kam dann auf das humanistische Gymnasium nach Saarbrücken und bestand hier 1907 das Abiturium. Nach Beendigung des Einjährig-Freiwilligen-Jahres 1910/11 beim Feld-Art.-Regiment 31 Hagenau setzte er die kaufmännische Ausbildung bis 1912 in seiner Vaterstadt und während der nachfolgenden Jahre in England fort.





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Hier wurde er im August  1914 vom Ausbruch des Weltkrieges überrascht, so daß er nur mit größter Eile unter Zurücklassung des Gepäcks über Holland seine Heimat zu erreichen vermochte. Wenige Tage später rückte er mit der ersten Ersatz-Abteilung seines Regiments, dem er seit dem 8. Juli 1914 als Reserve-Offizier angehörte, ins Feld; diese Abteilung wurde Anfang 1916 zu einem selbständigen Regiment formiert und im folgenden Jahre der unmittelbar der Obersten Heeresleitung unterstehenden 6. Kavallerie-Division zugeteilt. Als Batterie-Offizier, Adjutant und schließlich als Batterieführer machte Georg den Krieg bis zum Schluß an der Westfront mit, und wurde frühzeitig mit den beiden Eisernen Kreuzen II. und I. und dem Habsburger Hanseaten-Kreuz ausgezeichnet, (vgl. auch den Bericht über seine Kriegserlebnisse in Bd. I, S. 206). Nachdem Georg B. nach Kriegs-Ende seine Batterie in voller Ordnung in ihre neue Garnison nach Aken bei Dessau zurückgeführt hatte und am 26. Dez. 1918 aus dem Heere ausgeschieden war, bereitete er sich während der beiden folgenden Jahre für den landwirtschaftlichen Beruf, zunächst in Beserin und dann auf dem Rittergut Schafhausen bei Werl i. W. vor, das sein Vater 1916 angekauft hatte und 1921 ihm erblich überließ.

Hier führte er auch am 23. März 1920 seine Braut Grete Wirth als Gattin heim, die Tochter von Emil Wirth und Luise geb. Goepper aus Münster i. W.. Aus dieser Ehe ging als einziges Kind der am 24. Dez. dess. Jahres geborene Sohn Rolf hervor.

Georg Becker gehörte längere Zeit als Mitglied der Gemeindevertretung Schlückingen an, ferner war er Mitbegründer und späterer Ehrenvorsitzender des "Zucht-, Reit- und Fahrvereins Werl" und Ehrenvorsitzender des "Krieger- und Landwehrvereins Büderich und Umgegend". Für sein eifriges Wirken widmeten ihrem treuen Mitglied und Kameraden diese drei Verbände im "Beobachter an der Haar" (Werler Tageblatt) ehrenvolle Worte dankbaren Gedenkens. Dieselbe Zeitung bringt in ihrer Ausgabe vom 25. Sept. dem Entschlafenen einen Nachruf, welchem wir folgendes entnehmen:

"...Welcher Beliebtheit sich der Verstorbene erfreute, zeigt wohl am besten die große Zahl der Trauergäste, die mit über 80 Autos und Omnibussen auf dem Gut Schafhausen zur Feier der Beisetzung erschienen waren. Besonders fiel die große Zahl der Trauergäste aus dem Kirchspiel auf, deren Krieger- und Reiterverein fast vollzählig erschienen war. Im großen Saale fand eine eindrucksvolle Trauerfeier statt. Die Trauerrede hielt Herr Pfarrer Kopfermann-Werl. Er sprach über das pflichtbewusste Leben des Ver-


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Dr. Albert Luyken
(1856-1933)

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Anschriften:

(Mitteilungen zu diesem Abschnitt werden möglichst bald an die Chronikstelle erbeten.)

D. Dr. jur. Friedrich  Conze [X 28, Bd. I, S: 84 u. Bd.II, S: 69], Ministerialdirektor i. R., Präsident des Evang. Bundes, seit 8. Okt. d. J. wieder verm. m. Margot  verw. Gynz-Rekowski  geb.  von Beseler, (T. v. † Hans Hartwig von Beseler, wld. Generaloberst, und Clara geb. Cornelius, Berlin-Charlottenburg, Leibnitzstr. 57, Berlin-Halensee, Halberstädterstr. 7.

Albrecht  Freiherr  von Gillhaußen [X 38, Bd. I, S: 94] und Gusti  geb. von Wolfframsdorff, Arbeitsdienst Gau 30, München, Reisingerstr. 10, Bayern-Hochland.

Gerta  Schaeffer geb. Luyken [X 61, Bd. I, S: 114], Hagen i. W., Roonstr. 19.

(Fortsetzung folgt im nächsten Heft.)




Todesfälle

Am 30. Oktober d. J. entschlief zu Arnsberg i. W.

Lina Kerlen
geb. Hammacher

nach kurzer schwerer Krankheit im hohen Alter von 83½ Jahren.

Zu Warstein, dem in anmutigster Gegend des Sauerlandes gelegenen alten Städtchen, von dessen hohem, aus diluvialer Vorzeit stammenden Warnungsstein der Blick über die mächtigen Waldungen und die fruchtbaren Gefilde des Landes der roten Erde hinweg reicht, hatte Lina Hammacher ihre Jugendzeit zugebracht und hier hat ihr junges Mädchenherz im andächtigen Verweilen unter den hohen windumrauschten Wipfeln des Waldes und beim fröhlichen Umherschweifen durch die blütenreichen Wiesen und Felder jene begeisterungsvolle Liebe zur herrlichen Gottesnatur in sich aufgenommen, die sie ihr ganzes langes Leben hindurch bewahrt, und aus deren Quell sie bis in die letzten Tage ihres hohen Alters stets aufs Neue Erfrischung und Beglückung geschöpft hat.





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Linas Vater, Wilhelm Hammacher (1821-1881), entstammte einer alten Dortmunder Kaufmannsfamilie, deren Vorfahren ursprünglich in Lennep ansässig waren, später aber auswanderten und sich nach Essen und Dortmund verzweigten.

Im Jahre 1840 wurde Wilhelm Hammacher durch seinen Vater an der St.- Wilhelmshütte zu Warstein als Gewerke gemäß Vertrag vom 16. Dez. beteiligt, und übernahm hier bald die Leitung des Werks, das er durch seine große technische Begabung und seinen kaufmännischen Weitblick aus kleinen Anfängen heraus zu einem bedeutenden industriellen Unternehmen entwickelte.

Am 17. Mai 1847 hatte sich Wilhelm Hammacher mit Mathilde Luyken [VIII 28, 1822-1859], der zweitjüngsten Tochter von Philipp Luyken [VII 17, vgl. dies. Heft S: 162 u. 177] und Henriette geb. Hohdahl verheiratet. Aus dieser Ehe waren vier Töchter hervorgegangen, die zweitjüngste derselben, Lina Hammacher, wurde am 13. April 1850 ebenso wie ihres Schwestern zu Warstein geboren, mit denen sie in großer Freiheit sehr glückliche Jugendjahre verleben durfte.

Im Rückerinnern dieser schönen Kindheitszeit schrieb sie in den Jahren 1927 und 1932 an den Herausgeber dieser Blätter: "Unseren Schulunterricht erhielten wir im Hause durch eine Erzieherin, die uns bis ins spätere Leben eine Freundin blieb. Warstein hatte damals noch keine ausreichende Schule für uns.... Ich kam mit 15 Jahren nach Aachen in Pension und wurde dort von Pastor Roßhof eingesegnet. In der Schulzeit habe ich den Lehrern, glaube ich, wenig Freude gemacht, die Bücher lagen mir als Kind wenig. Aber in allen freien Künsten war ich stets Meister, und dabei flink von Verstand. Auch in der Fabrik und im Pferdestall wußte ich vortrefflich Bescheid und hatte offene Augen für alles, wo praktischer Verstand vonnöten war. - Nach dem allzu frühen Tode unserer vortrefflichen Mutter 1859 kam ihre ältere Schwester, Tante Sophie, zu uns und vertrat Mutterstelle bei uns, bis mein Vater wieder heiratete. Unsere Jung-Mädchenzeit verlebten wir bis zu unserer Verheiratung im elterlichen Hause in Warstein und in Dortmund, da mein Vater nach dem Tode unseres Großvaters Hammacher auch das Geschäft dort, neben der Warsteiner Hütte und dem Baroper Walzwerk weiter führte. - Es herrschte ein reges geistiges Leben in unserem Elternhause, denn unser Vater zog geistig bedeutende Menschen zu sich heran.... Ich wußte in der Fabrik im ganzen gut Bescheid und war sehr stolz, wenn mein Vater zu Besuch sagte, die frugen, ob sie die Fabrik besichtigen könnten "ja, nehmen sie Lina mit, die kann Ihnen das gut zeigen!" Ich stand mit allen Arbeitern auf bestem Fuße. Auch in die Gruben fuhr ich mit den Aufsehern dann und wann mal ein, das war ein Fest für mich." -

Bei ihren häufigen Besuchen im großelterlichen Hause zu Dortmund hatte Lina H. auch ihren späteren Gatten Karl Kerlen, den am 3. Nov. 1835 dort geboren einzigen Sohn des Predigers der


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reformierten Marienkirche, Karl Kerlen (1802 - 1872) und dessen Ehefrau Wilhelmine geb. Dresler (1806 - 1872) kennen gelernt. Da dieser Offizier werden wollte, aber das damals hierzu erforderliche unabhängige Vermögen nicht besaß, ging er gleich nach dem Besuch der Schule 1854 nach Amerika, um hier durch Schlagen von Holz und Goldgraben Geld zu verdienen. Im J. 1857 zurückgekehrt, diente er als Einjährig-Freiwilliger bei der Garde-Artillerie und arbeitete dann als Eleve auf dem Gute des Freiherrn von der Recke, Heeren bei Kamen.

Bei der Mobilmachung 1859 wurde Karl K als Unteroffizier zur 7. Artillerie-Brigade eingezogen und noch im selben Jahre zum Landwehr-Offizier befördert. Ein Jahr später trat er zur Linie über und stand hier erst als Leutnant beim 53. Regiment in Münster und Warendorf und wurde dann zur Unteroffizierschule nach Potsdam kommandiert. Im Deutsch-Dänischen Krieg 1864 erstürmte Leutnant Kerlen die vom Feinde hartnäckig verteidigten 2. und 4. Düppeler Schanzen; für diese ruhmvolle Tat wurde er mit dem höchsten militärischen Orden Pour le mérite ausgezeichnet.*)

Eine Folge dieser hohen Ehrung war es auch, daß Karl Kerlen als Ordonannz-Offizier den damaligen Kronprinzen Friedrich Wilhelm (späteren Kaiser Friedrich III) zur Erbhuldigungsfeier nach Münster i. W. begleiten durfte, welche vor dem preußischen Königspaare am 18. Okt. 1865, dem 50. Jahrestage der Wiedervereinigung Westfalens mit Preußen stattfand.


Karl Kerlen
(1835-1904)

Als Kompanieführer im 17. Regiment nahm Karl Kerlen am österreichischen Feldzug 1866 teil, nach dessen Beendigung seine Beförderung zum Hauptmann des 86. Inf.-Regiments in Zeitz und 1869 zum Kommandeur der Unteroffizierschule Weißenfels erfolgte. Von diesem Posten wurde er im Oktober 1870 auf besonderen Kabinettsbefehl des Königs entbunden, um der Belagerungsarmee vor Paris zugeteilt zu werden. -

Vor dem Ausbruch dieses Krieges hatte sich Karl Kerlen im Sommer 1870 mit Lina Hammacher verlobt. Zur Kriegstrauung


*) Dieselbe höchste militärische Auszeichnung Pour le mérite errang bekanntlich im Weltkrieg sein Neffe Ernst Hammacher [X 77], z. Z. Oberstleutnant z. D. auf Groß-Küssow b. Stettin, als er im September 1918 mit seinem Jägerregiment 13 nach erfolgreichen Kämpfen an der Siegfriedfront bei Gouceaucourt eilends in Flandern eingesetzt wurde und hier nicht nur die zweite Stellung vor dem Verlust bewahrte, sondern auch die erste Stellung nach schweren Kämpfen zurückeroberte, (vgl. Bd. I, S: 128).





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am 23. Oktober 1870 in Warstein konnte er nur kurzen Urlaub erhalten: schon wenige Stunden später mußte er ins Feld zurück, wo er die Gefechte des 6. Inf.-Regimentes mitmachte. Als Ritter des Pour le mérite erhielt er den ehrenvollen Befehl zur Teilnahme an der Feier der Kaiserkrönung im Spiegelsaal des Schlosses zu Versailles.

Nach Beendigung des Krieges kam Karl Kerlen zunächst wieder nach Weißenfels, wurde 1874 zum 79. Inf.-Reg. in Hameln versetzt und 1878 zum Major und Bataillonskommandeur im 35. Inf.-Reg. Brandenburg befördert. Aus gesundheitlichen Gründen mußte er indessen bald einen längeren Urlaub antreten und schon im nächsten Jahre um seinen Abschied aus dem Heere nachsuchen, der ihm in sehr ehrenvoller Form und mit der ausnahmsweisen Genehmigung des Wiedereintritts in die Armee für den Fall seiner Wiedergenesung bewilligt wurde.

Zwei Jahre später siedelte Karl K. 1881 nach Arnsberg über und erwarb am Eichholz ein größeres Grundstück, auf dem er einen sehr schönen Park anlegen und ein stattliches Haus errichten ließ, das er mit seiner Familie am 15. März 1883 bezog.

Von den drei heute lebenden Kindern (ein erstgeborenes viertes starb schon im Juni 1872 wenige Tage nach der Geburt), wurde der älteste Sohn Kurt (z. Z. in Zingst auf Darß verm. m. Gwladys geb. Butler) am 30.8.1873 in Weißenfels geboren. Seine Schwester Karla (verh. mit Amtsgerichtsrat Gustav Schmale,) kam in Hameln am 7.8.1875 zur Welt und wohnt ebenso wie ihr jüngster Bruder Gert, geboren am 14.11.1887 in Arnsberg (verm. seit 28.2.1915 m. Anna geb. Wurm,) dort auf der elterlichen Besitzung; (vgl. X 146 bis X 148 in Bd. I, S: 177 f).

In seinen späteren Lebensjahren unternahm Karl K. häufig größere Reisen, so besonders nach dem Mittelmeer, wohin ihn auch mehrfach seine Kinder begleiteten. Auf seiner letzten Reise nach Italien, im Frühjahr 1904, wurde er Florenz von einer schweren Krankheit ergriffen, sodaß der trotz seines Widerstrebens schließlich doch herbeigerufene Arzt keine Rettung mehr bringen konnte. In der Dämmerstunde des 5. März rief er plötzlich seiner Frau zu: "Gib mir schnell den Orden, da kommt er!" legte sich den Pour le mérite auf die Brust, nahm militärische Haltung an, sagte, den Kopf grüßend vorbeugend "Majestät" und - verschied. Seine Einäscherung erfolgte wenige Tage später ebenfalls in Florenz.

Lina Kerlen hat ihren Gatten fast volle drei Jahrzehnte überlebt. Nach wie vor nahm sie alle aus der großen Verwandtschaft in ihrer schönen Villa am Eichholz einkehrenden Besucher in gastfreundlichster Weise auf, und ebenso zeigte sie bis zuletzt stets regste Anteilnahme für die ernsten und heiteren Begebenheiten innerhalb der weitverzweigten Familie Luyken. Zum ersten Familientag 1913 in Arnsberg hatten sie und ihre Schwester Emma Luyken geb. Hammacher [IX 25], unterstützt von den beiderseitigen Töchtern Karla und Paula L. [† 1917, vgl. Bd. I, S: 321) die umfangreichen Vorbereitungen sehr


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sorgfältig getroffen, sodaß dieses Fest für alle Beteiligten ein Quell freudiger Erinnerungen wurde.

Ueber ihr Leben und Wirken in dem ihr zur zweiten Heimat gewordenen Arnsberg entnehmen wir dem Nachruf des "Arnsberger Volksblattes" anläßlich ihrer am 3. Nov. d. J. erfolgten Beisetzung folgendes:

"Eine der ältesten Einwohner unserer Stadt und gleichzeitig die Seniorin des schönen Eichholzviertels, Frau Witwe Lina Kerlen, starb am Dienstag abend im Alter von fast 84 Jahren. Es gibt wohl niemanden in unserer Stadt, dem die alte, ehrwürdige Frau Major Kerlen, die Besitzerin der im Eichholz gelegenen Villa mit dem vielbewunderten Park, bekannt war. Gerade für die Anwohner der Eichholzstraße war die Verstorbene das Bindeglied zwischen der alten und neuen Welt; sie war und ist bis zu ihrem letzten Atemzuge die Frau eines Soldaten gewesen, die mit großer Energie das Leben zu meistern verstand. In ihrem langen gesegneten Leben hat sie ein Teil preußischer und deutscher Geschichte erleben dürfen, Frauen von ihrem Typ gehören auch bei den neuesten Entwicklungen unserer Zeit in die vorderste Linie. Wer, wie der Schreiber dieser Zeilen, die alte Majorin von Kindesbeinen an gekannt hat, empfindet bei ihrem Ableben so manche liebe Kindheitserinnerung, wo immer für Kindeswünsche die alte Dame ein offenes Ohr hatte, und wo ihre Hände da gütig spendeten, wo es galt, den Kindern Freude zu machen. In diesem Zusammenhang muß der Verstorbenen ganz besonders gedacht werden als der Protektorin des vor dem Kriege in Arnsberg weit und breit bekannt gewordenen Kinderschützenfestes des Eichholzviertels, wo in Anwesenheit des Königspaares der Arnsberger Bürgerschützengesellschaft alljährlich der alten Dame ein imposanter Fackelzug der Kinder dargebracht wurde. - Auch in Verbindung mit der Geschichte unserer Stadt verdient die teuere Verstorbene an erster Stelle genannt zu werden.

Nur allzu früh wurde der Verstorbenen der allseits hochgeachtete Gatte, der auch als Stadtverordneter im Dienste unserer Stadt gute Mitarbeit geleistet, entrissen. Nun hat auch sie der unerbittliche Tod dahingerafft. So trauert neben den eigenen Verwandten heute auch ein großer Teil Arnsberger Bürger und Bürgerinnen um die liebe Verstorbene und grüßen sie am offenen Grabe in Verehrung und Treue. Nicht weit von ihrem herrlichen verträumten Wohnsitz bettet man sie zum ewigen Schlafe. Möge sie in Frieden ruhen!"




Am Morgen des 30. Dezember verschied an längerem schweren Herzleiden

Dr. jur. Wilhelm Eggert
Rechtsanwalt

in Hamburg im 38. Lebensjahre.

Seit dem 19. Nov. 1921 war Dr. jur. Wilhelm Eggert mit Elsa geb. Hühn [XI 69, Bd. I, S: 323], der jüngeren der beiden Töchter von † Max Hühn (1866-1908) und Mathilde geb. Luyken





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Daniel (III) Luyken
(1733-1807)

Christina Luyken geb. Löhr
(1742-1821)

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Daniel (III) Luyken und Christine geb. Löhr mit ihren ältesten Kindern und Enkeln

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Chronikblatt 1934