• Namensregister • Home • Kontakt • English Zu Wilhelm Hammacher: • Biographie • Bildergalerie • Verweise Ludwigshafen, 11.10.2009 |
![]() |
Johann Wilhelm Hammacher, Generation 8, Ref.Nr. 08-037s (BK1470) Geboren: 1.5.1821 in Dortmund Gestorben: 15.12.1882 in Nizza (Frankreich) (Alter: 60 Jahre) Beruf: Besitzer der Warsteiner Eisenh�tte und Gutsbesitzer Vater: Wilhelm Hammacher Mutter: Marie Rappe 1. Gattin: Mathilde Luyken Heirat: 17.10.1845 in Wesel Kinder: • Marie Hammacher (1846-1871) • Emma Hammacher (1848-1927) • Lina Hammacher (1850-1933) • Mathilde Hammacher (1853-?) 2. Gattin: Henriette Mallinkrodt Heirat: ? in ? |
Biographie Wilhelm Hammacher
Mein Vater als Gro�industrieller und Grundbesitzer*)
(1) Nach Abschlu� der Ausbildungszeit nahm mein Vater (Wilhelm Bergenthal)
wegen seiner weiteren Pl�ne u.a. mit dem Direktor
der Wilhelmsh�tte in Warstein, Hammacher (Wilhelm Hammacher), F�hlung, auch trug er sich zeitweise
mit dem Gedanken, nach Ru�land zu gehen, um sich dort dem Getreidehandel zu widmen. Diese Absicht gab er nach seiner
Verlobung mit Therese Gabriel jedoch auf. Er entschlo� sich noch vor der Hochzeit, von seinem Vater die sp�tere
Bergenthal'sche Besitzung am Herrenberge zu erwerben und ihr gegen�ber eine Brennerei zu betreiben, wor�ber mein
Gro�vater, der auch eine solche besa�, zun�chst recht �rgerlich war. Die Brennerei wandelte mein Vater schon bald in
einen Drahtzug (Drahtzieherei), der etwa 10 Arbeiter besch�ftigte, und sp�ter in eine S�gem�hle um. Schon 1834,
im Jahre seiner Verheiratung, gr�ndete er zusammen mit seinem Schwiegervater die Firma Gabriel u. Bergenthal,
Warstein, und erbaute vorwiegend mit dessen Mitteln und mit Hilfe von v�terlichen Darlehen einen Stahlraffinierhammer.
�ber das Vorhaben erschien im Amtsblatte der Kgl. Regierung in Arnsberg folgende Beaknntmachung vom
21. Januar 1834:
"Der Wilhelm Bergenthal zu Warstein beabsichtigt, an der W�sterbache im Borgholze auf einem Grundst�cke der
Sibilla Wienold daselbst einen oberschl�chtigen Stahlraffinierhammer und eine Schleifm�hle anzulegen. Der
Situations- und Nivellementsplan liegt bei dem unterzeichneten Landrath zu Arnsberg auf."
(2) Die Geb�ulichkeiten wurden mit den n�tigen Einrichtungen zwischen Warstein und Belecke aufgef�hrt.
Als Betriebskraft diente das bis dahin noch wenig dazu genutzte Wasser der W�ster. 1836 wurde ein Puddlingswerk
angegliedert, f�r dessen Einrichtung u.a. auch die Firma Witwe Delhaes geb. Epping in Lippstadt auf einen Handschein vom
20. September 1836 einen Betrag von 4 000 Thlr zu 5 % vorscho�.
(3) Der Bau dieser Anlagen war eine Gro�tat. Sie geh�rten noch zu den ersten ihrer Art in Deutschland,
wohin England bisher den Stahl geliefert hatte. Der Gedanke an sie war meinem Vater vielleicht bei seinem
mehjrj�hrigen Aufenthalt in M�hlheim gekommen, von wo er die �ltesten deutschen Stahlerzeugungswerke am Niederrheine
leicht kennen lernen konnte. In Oberhausen war bereits am 5. April 1810 die H�ttengewerkschaft von
Jacobi, Haniel und Huyssen gegr�ndet worden. Diese hatte die 1715 angelegte St. Antoni-, die 1782 erbaute
Gute Hoffnungs-H�tte und die 1790 durch den H�ttenmeister der F�rst-�btissin in Essen errichtete Eisenh�tte
Neu-Essen �bernommen und 1835 damit ein Puddelwerk verbunden. Harkort hatte sogar schon 1826 ein solches nebst Walzwerk
und einem kleinen Hochofen der 1819 in Burg Wette (Ruhr) gegr�ndeten Mechanischen Werkst�tte angef�gt.
(4) Bis zu den Gr�ndungen in Warstein war dort die Eisengro�industrie nur durch die Wilhelmsh�tte,
die sp�teren Warsteiner Gruben- und H�ttenwerke, jetzigen Warsteiner und Herzoglich Schleswig-Holsteinischen
Eisenwerke A.G., vertreten gewesen, deren Entstehung auf einen Konsens der K�lner Kurf�rsten Clemens August
f�r den Geheimrat Mathias Gerhardus Hoesch am 29. August 1739 zur�ckzuf�hren ist. Sie kamen in den
Besitz der Familien Wilhelm Hammacher und August Luyken und gingen
durch Vertrag vom 2. Februar 1873 auf die A.G. Warsteiner Gruben- und H�ttenverein �ber.
*) Quelle: Dr. jur. Maximilian Bergenthal,
"Die Geschichte der Familie Bergenthal." |
Bildergalerie Wilhelm Hammacher
![]() 1868 |
![]() Onkel Wilh. Hammacher hatte mit Aug. Luyken zusammen das Eisenwerk u. Hammerwerk in Warstein |
Verweise Wilhelm Hammacher
Interne Verweise |