Familienverband Luyken



Chronikblätter 1941 (Band III)
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Ludwigshafen, 14.11.2010



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Verheiratet:

11. Febr.  Dr. med. vet. Philipp Luyken [XI 93, Bd. 1, S: 338]. Seit dem 1. d. J. Veterinäroffizier, seit 22. Juni d. J. an der russischen Front, (S. v. Philipp Luyken, Kaufmann und Else geb. Ellerbroek, Leipzig N.22, Pölitzstr. 6) verm. Hamburg, mit Friede Maria ("Friedema") Scheibe, ebd. Rothenbaumchaussee 63, (T. v. Franz Hermann Scheibe, Prediger i. R., Dortmund, Bleichmärscherstr 60 und von † Frieda Marie Luise geb. Ohlenburg).

Bei der standesamtl. Eheschließung am 11. Febr. d. J. waren als Trauzeugen zugegen: die beiden Veterinärärzte Dr. med. vet. Auen und Duvendack.

Die kirchl. Trauung mit anschließender Familienfeier sollte im Elternhaus des jungen Ehemanns in Leipzig stattfinden, mußte aber auf unbestimmte Zeit verschoben werden, da dieser am 13. Febr. d. J. den militärischen Befehl zum Abmarsch nach Nordfrankreich usw. erhielt.


70. Geburtstag:

15. Jan.    Edmund Stader [X 182, Bd. I, S: 196] in Altenkirchen/Westerwald.

20. März  Hedwig Schollmeyer geb. Luyken [X 174, Bd. 1, S: 190; Bd. 2, S: 219 ] Marburg/Lahn, Schwanallee 7.



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Den 80. Geburtstag feierte:

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19. März  Anna Luyken [IX 12, Bd. 1, S: 24] geb. Wever, Wesel, Fluthgrafstr. 20. Ueber den Verlauf dieser Feier schreibt uns der Sohn der Jubliarin, Prof. Dr.-Ing. Walter Luyken [X 25, Bd. 1, S: 83]:

"Bereits am Vorabend des Geburtstages war aus Hannover die Tochter Clara mit ihrem Manne Walter Luyken [X 56, Bd. 1, S: 107] eingetroffen. Am frühen Morgen kamen dann von Düsseldorf und Duisburg die Söhne Walter und Ernst [X 26, Bd. 1, S: 83] mit ihren Frauen und nach Begrüßung mit vielen guten Glückwünschen konnte sich die Familie wie in lang vergangenen Zeiten mit der Mutter zum gemeinsamen ersten Frühstück vereinigen.

Der frohen und festlichen Stimmung tat es aber einen gewissen Abbruch, daß wegen der Kriegsverhältnisse keine Enkel und Urenkel zugegen sein konnten. In schneller Folge trafen dann Glückwünsche ohne Zahl, viele Blumenspenden und zahlreiche Blumen von Verwandten und Freundinnen der Jubilarin ein, die ihr recht frohe und glückliche Erinnerungen vermittelten.

Danach sammelten sich die Kinder mit der Jubilarin um die Mittagstafel, an der auch ihre Schwester, Frau Else Röttger geb. Wever, und von weiteren Verwandten Frau Adeline Korten, geb. Lueg, Schwiegermutter von Walter Luyken [X 25], teilnahmen. Dieser faßte noch einmal die Glückwünsche aller zusammen, warf einen Rückblick auf die verflossenen 80 Lebensjahre seiner Mutter und schloß mit dem Wunsche, daß, wenn auch in diesem Zeitabschnitt bereits der fünfte Krieg ihres Vaterlandes falle, es der Mutter doch vergönnt sein möge, noch viele Jahre eines glücklichen Friedens und damit Deutschlands große Zeit mitzuerleben.





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30. Jan.    Hendrich Luyken [XI 75, Band 1; S: 324; Band II; S: 574], als Funker bei einer Ersatznachrichtentruppe, seit 12. März d. J. Prüffeld-Ingenieur bei der Firma Siemens u. Halske A.-G., Berlin-Siemensstadt; Wohnung: Berlin-Wannsee, Königstr. 67, (S. v. † Otto Luyken und Elena, geb. de Vivanco, Reinbek, Bahnsenallee 11).


Todesfälle.

Am 29. Januar d. J. entschlief sanft zu Berlin Lichterfelde

Hermann Kühn

im 77. Lebensjahre.

Der Heimgegangene war seit 1898 mit Hulda Leuken verheiratet, der ältesten Tochter von Carl Leuken (1849-1929), wld. Besitzer der "Leukenschen Apotheke" in Süchteln und dessen Ehefrau Amanda geb. Blasberg [vgl. Band 1, S: 422].

Hermann Wilhelm Gustav Kühn wurde am 3. Febr. 1865 zu Dresden geboren, als ältestes der 4 Kinder von Gustav Adolf Kühn (1833-1912), wld. Kaufmann ebd., und Johann Sophie, geb. Feistel (1828-1908).

Ueber die Vorfahren der Familie Kühn ist bisher nur bekannt, daß Hermanns Urgroßvater aus Thüringen nach Dresden eingewandert war.

Hermann Kühn besuchte zunächst eine Privatschule in seiner Vaterstadt und dann vom 14. Lebensjahre an die höhere Handelsschule der dortigen Kaufmannschaft, welche er nach bestandener Abschlußprüfung mit der Berechtigung zum Einjährig-Freiwilligen Militärdienst i. J. 1882 verließ. Nach anschließender 3jähriger kaufmännischer Ausbildung im Kaffee-Import-Geschäft Dauch u. Scheven, in Dresden blieb er noch für diese Firma zunächst ein Jahr in Dresden selbst und dann 2 weitere Jahre in Triest tätig.

Von dort zurückgekehrt, diente er bis zum Herbst 1889 als Einjährig-Freiwilliger b. 2. Garde-Grenadier-Regiment in Dresden. Noch im dem selben Jahre trat er in das Ex- und Import-Geschäft der Firma F. H. Ruethe u. Comp. in Hamburg ein, das er nach 2jähriger Tätigkeit wieder verließ, um hierauf nach Ableistung seiner


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zweiten 8wöchigen militärischen Uebung (zum Vize-Feldwebel) im Herbst 1891 die Leitung der Firma Hermann Kaiser, (späteren "Kaiser-Kaffee-Geschäft") in Viersen zu übernehmen. Hier gelang es ihm, durch seine grundlegenden Kenntnisse und Erfahrungen, sowie durch seine Beziehungen zu den Hamburger Einkaufs-Firmen die Zahl der Geschäftsfilialen von 40 auf mehr als 1000 innerhalb 7 Jahren zu erhöhen.

Im Verlauf der folgenden 10 Jahre war dann Hermann in mehreren Firmen verschiedener Art tätig, so übernahm er u. a. für ein Jahr den Direktorposten der "Neußer Margarine-Werke" und beteiligte sich dann kurze Zeit an einer Kaffeerösterei in Bonn, und war von 1902 bis 1903 in einer Margarinefabrik zu Schüttorf, bis 1907 bei der Kohlenhandels-Gesellschaft in Dortmund und bis 1910 als Leiter des Seifenkontors der Vereinigten Seifenfabrikanten in Köln tätig.

Im Jahre 1910 erfolgte seine Uebersiedlung nach Berlin, wo Hermann K. zunächt in die Pomril-Gesellschaft zu Charlottenburg und dann nach einem Jahre in die Firma "Gebr. v. Streit", Glaswerke G. m. b. H., Berlin SW., eintrat, der er als Geschäftsführer und Teilhaber während der letzten drei Jahrzehnte seines Lebens angehörte.

Hermann hatte seine spätere Gattin
Hulda Leuken i. J. 1896 auf der Hochzeit ihre Base Hetta Dürselen, einer Großnichte der Großeltern Carl Leuken , u. Johanna geb. Dürselen [VIII 78, Bd . 1, S: 66], kennen gelernt und sich mit ihr am 11. Juli 1897 verlobt.

Nach der Heirat, die am 6. August 1898 in Süchteln stattfand, wohnte das junge Paar zunächst ein Jahr in Viersen, um hierauf in die verschiedenen obenerwähnten Orte Hermanns jeweiliger beruflicher Tätigkeit überzusiedeln, bis schließlich das von Hermann Ende September 1928 gekaufte Haus Berlin-Lichterfelde, Kadettenweg 53, für ihn und seine Familie zur endgültigen Heimstätte wurde.

Dieser Ehe entsprossen 3 Kinder: 1.) Erich; * 6.6., † 4.9.1899 in Wichrath; - 2.) Walter, * 30.4.1902 in Bonn, verm. 26.11.1935 mit Elisabeth, geb. Probst [vgl. Bd. 2, S: 290], aus dieser Ehe ein Sohn [Bd. 2, S: 453]; - 3.) Ilse, * 25.1.1904 Süchteln, verm. 6.7.1929 mit Albert Haensel [Bd. 1, S: 439], aus dieser Ehe 4 Kinder.

Am 17. Januar d. J. erlitt Hermann Kühn einen Schlaganfall, der eine Lähmung seiner rechten Seite, einschließlich der Zunge bewirkte, sodaß er weder sprechen noch Nahrung zu sich nehmen konnte. Nach elftägigem, mit vollem Bewußtsein ertragenem schweren Leiden, wurde er am 29. Januar durch den Tod erlöst. Seine Einäscherung erfolgte 5 Tage später im Krematorium zu Berlin-Wilmersdorf.





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Herman besaß eine große Vorliebe für Natur und Sport, besonders für Rudern und Wandern. Lange Jahre war er Vorsitzender des Berliner Ruderklubs "Normania" und Vorstandsmitglied im "Havel-Regatta-Verein". Dieser häufige Umgang mit der Jugend hielt ihn jung, zumal er bis in sein spätes Alter gerne selbst ruderte.


Am 3. März verschied zu Oberhausen nach kurzer, schwerer Krankheit

Ellen Martha Luyken
geb. Hehle

im 47. Lebensjahre.

Martha Marie Johanna gen. "Ellen" Hehle war am 25. Juli 1894 zu Hannover geboren als Tochter von Friedrich Heinrich Hehle (geb. 29.4.1858) wld. Kaufmann ebd., und Johanna Marie Dorette Hehle geb. Döpke (1857-1903).

Infolge des frühzeitigen Verlustes der Eltern kam sie mit 9 Jahren zu ihrer Großmutter mütterlichseits, Wilhelmina Christina Döpke, geb. Reinicke, gen. Wendt, in Hannover, wo sie die höhere Töchterschule besuchte und später auch berufstätig war.

Im Jahre 1920 verlobte sich Ellen mit Hauptmann a. D., jetzt Major a. D. und SA-Obergruppenführer Max Luyken [X 12, Bd . 1, S: 69], dem Jüngeren der beiden Söhne des Gutsbesitzers und Fabrikanten † Christian Luyken Luyken [IX 5, vgl. Nachruf mit Bild, Bd. 1, S: 318], und seiner heute im 86. Lebensjahre zu Wesel wohnenden Gattin Anna Luyken geb. Krieg.

Ellen hatte ihren Verlobten, welcher im Dezember 1919 aus der französischen Internierung in Saloniki heimgekehrt war, (Bd. 1, S: 070), schon vor dem Weltkriege während seines Kommandos zur Militär-Reitschule in Hannover kennengelernt. Nach der Heirat am 2. Mai 1921 in Hannover wohnte Ellen mit Max zunächst in Leipzig-Döhlitz, dann seit 1924 in Leibis (Thür.), wo am 26. Mai 1925 ihre Tochter Barbara zur Welt kam, und während der nächsten beiden Jahre in Iserlohn, von wo aus 1929 die Uebersiedlung auf das elterliche Gut ihres Gatten, Voßhövel im Weseler Walde, erfolgte.


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Als am 30. Januar der innenpolitische Umbruch einsetzte, in dessen Anfangszeit Max Luyken zum Führer der Landesbauernschaft Rheinland und zum Vorsitzenden der Rheinischen Landwirtschaftskammer in Bonn gewählt, sowie zum ersten Leiter des Kreises Wesel-Rees ernannt worden war, machte sein rascher Aufstieg zu den höheren Führerstellen der SA (Sturmabteilungen der Nat.-Soz. Deutschen Arbeiterpartei) in den nächsten Jahren einen entsprechend mehrfachen Wohnungswechsel erforderlich, so nach Stettin (Juli 1933), nach Koblenz (Anf. 1934) und nach Mannheim (1935), wo Max Führer der SA-Gruppe Kurpfalz war.

Seine ehrenvolle Berufung im Dezember 1936 in die Oberste SA.-Führung und zum Leiter der SA.-Reichsführerschule und Chef des Erziehungshauptamtes, veranlaßte Max, mit seiner Familie nach München als nunmehr endgültigem Wohnort überzusiedeln, wo er am 9. November 1937 zum SA.-Obergruppenführer befördert wurde.

Als Ellen am 28. Februar d. J. mit dem Gatten und ihrer Tochter nach Wesel zur Feier des 85. Geburtstages ihrer Schwiegermutter Frau
Anna Luyken, [vgl. S: 4] reiste, erkrankte sie plötzlich während der Fahrt so schwer, daß sie in Oberhausen aus dem Zug getragen und in das dortige Krankenhaus gebracht werden mußte. Hier verschlimmerte sich ihr Zustand durch Hinzutritt einer Lungenentzündung derart, daß Ellen schon am 3. März für immer hinüberschlief. Ihre sterbliche Hülle wurde nach Wesel übergeführt und am 6. März auf dem Ehrenfriedhof beigesetzt.

Unter den zahlreichen Berichten der Tagespresse, so des "Völk. Beobachters", des "Angriffs" u. a. m., über den Verlauf der Trauerfeierlichkeiten sei der "Weseler National-Zeitung" vom 7. März folgende Schilderung entnommen:

"Die heimatliche Erde nahm am Donnerstag die sterblichen Ueberreste der Pgn. Frau Martha Luyken auf, welche ein tragischer Tod jäh aus dem Leben gerissen hat. Allzufrüh ist sie aus der Mitte der Familie, aus der großen Kameradschaft aller Nationalsozialisten und aus der Volksgemeinschaft gerissen worden. Welcher Wertschätzung sich diese echte deutsche Frau erfreute, das bewies die gewaltige Teilnahme an ihrer Beisetzung, die zu einer großen Kundgebung der Mittrauer von Tausenden von Nationalsozialisten, Männern und Frauen, wurde, welche die Vorstorbene in ihrem unermüdlichen wirken für die Bewegung gekannt haben.

So war u. a. der Stabschef der SA., Lutze, und Gauleiterstellvertreter Schleßmann herüber gekommen, um diese Teilnahme persönlich darzutun.

Im schlicht geschmückten Führerfeierraum am Kornmarkt fand eine kurze eindrucksvolle Trauerfeier statt. Beethovens Trauer-





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marsch aus der "Eroika" klang auf, in dem einer der größten deutschen Meister so unendlich viel hineingelegt hat, gespielt von einem kleinen Streichorchester. Ein Sprecher gemahnte an Kampf, Leben und Tod, worauf Gauamtsleiter Pg. Hamacher an den Katafalk herantrat, um im Auftrage des Gauleiters der Toten einen letzten Gruß nachzurufen.

Es gelte, in enger nationalsozialistischer Gemeinschaft Abschied zu nehmen von einer treuen Mitkämpferin des Führers. Seite an Seite stand sie neben ihrem Gatten, unserem ersten Kreisleiter, dem jetzigen Obergruppenführer Luyken, in einer Zeit, als erst wenige deutsche Frauen sich aus ganzem Herzen zum Führer bekannten.

Wenn einmal die Geschichte unseres Kreises aus der Kampfzeit wie des Aufstieges geschrieben wird, dann werde für immer der Name Luyken darin erscheinen, der Name einer wahrhaft deutschen Frau und Mutter, die diesen Ehrennamen in der Tat verdient habe.

Einen letzten Gruß des Gauleiters rief Pg. Hamacher der Toten zu. Dann tönte wieder die Stimme des Sprechers, und noch einmal zog Beethovensche Musik durch den Raum.

Von SA-Männern getragen, wird der Sarg auf den offenen Leichenwagen gesetzt. Unter dumpfem Trommelwirbel zieht die Trauerparade vorbei, bestehend aus dem Ehrensturm der SA. und der HJ., sowie den übrigen Formationen.

Vorauf der Spielmannszug und der Musikzug der SA.-Gruppe Niederrhein sowie eine überaus starke Fahnengruppe, geht es durch die Straßen der alten Stadt Wesel, durch das Spalier, welches Jungmädel und Pimpfe bilden, während Tausende von Menschen die Tote mit erhobener Hand grüßen.

Dem Sarg voran wird eine große Anzahl Kränze getragen. Sie legen Zeugnis ab von Wertschätzung, der sich diese deutsche Frau erfreute. Unmittelbar hinter dem Sarg gehen die Hinterbliebenen, dann folgen Stabsschef Lutze und Gauleiterstellvertreter Schleßmann. Es schließen sich an die Vertreter der Obersten SA.-Führung und Führer der Gruppe Niederrhein, sowie die Politischen Leiter der Gauleitung und Kreisleiter Kentrat, der zur Zeit auf Urlaub ist.

Auf dem Ehrenfriedhof, wo so mancher unvergeßliche Kämpfer der Bewegung und so mancher wackere Soldat den letzten Schlaf tut, geht es zwischen einem Spalier von SA.-Männern hindurch zum Grab, zu dessen Häupten Flammen aus hohen Pylonen schlagen.


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Leise Musikklänge ertönen, als der Sarg niedergesetzt wird, und dann tritt der Stabsschef an die letzte Ruhestätte der Parteigenossin Martha Luyken, ihr Leben und Wirken noch einmal vor unserem geistigen Auge vorüberziehen lassend.

Was diese Frau auszeichnete, so sagte der Stabschef, war ihre große Kameradschaft, die sie ihrem Mann als Kämpfer für die Bewegung Adolf Hitlers bewiesen hat, wie auch den Getreuen, die ihm folgten. Sie schaffte vorbildlich in ihrem Umkreis, griff mit Tatkraft dort an, wo es galt, den Nationalsozialismus vor allem der deutschen Frau nahe zu bringen. So schwer der Verlust ist, den ihr Tod für die Angehörigen wie für ihre Mitkämpferinnen aus jenen Jahren bedeutet, wir trauern um sie, klagen aber nicht. Denn nur das, was sterblich an ihr gewesen, senken wir in deutsche Erde, ihre Seele und große Persönlichkeit bleiben in ihrem Kinde erhalten und in dem Werk, an dem sie mitgebaut hat.

Die Fahnen senken sich, langsam wird der Sarg in die Gruft hinabgelassen, wonach der Stabschef einen prachtvollen Kranz der Obersten SA.-Führung niederlegt, um dann den Hinterbliebenen sein Beileid auszusprechen. Weiter legen Kränze nieder für die Gauleitung Essen: Gauleiterstellvertreter Schleßmann, für die Gruppe Niederrhein: Brigadeführer Walter Hövel, für den Kreis Rees: Kreisleiter Kentrat. Von den Behörden waren es Oberregierungsrat Pöhlmann für den Kreis Rees und für die Stadtverwaltung Bürgermeister Borgers.

Es ist ein Abschiednehmen, das einer hervorragenden deutschen Frau gilt, die in der Bewegung, vor allem am rechten Niederrhein, unvergessen bleiben wird."


Gedenktage
aus der
Familien-Chronik


A. Vor 125 Jahren :

18.3.1816 Geburt von Louise Luyken zu Wesel, (T. v. Joh. Philipp Luyken und Henriette geb. Hohdahl), † 14.11.1896 ebd., verm. 15.10.1839 ebd. mit Carl Kehl (1804-1878), Weingroßhändler ebd.
[vgl. VIII 25, in Bd. 1, 
S: 45].


B. Vor 200 Jahren:

17.2.1741. Geburt von Conrad Christian Cappell zu Hörde i. W., Königl. Bergrat ebd., † 1819 ebd., verm. 11.10.1771





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die Taufe der 3 Tage zuvor geborenen einzigen Tochter Henriette (nachm. verm. mit Oberstaatsanwalt Carl Sethe [VIII 9, Bd. 1, S: 54] von Daniel, in sehr festlicher Weise gefeiert, wie uns Dieser und Margaretha in ihren Aufzeichnungen berichten.

Am folgenden Tage waren noch einmal sämtliche 10 Geschwister in fröhlichem Beisammensein um die Eltern vereinigt; es sollte aber auch das letzte Mal gewesen sein, denn 3 Jahre später starb schon die jüngste der 5 Töchter Catharina und im folgenden Jahr Vater Daniel und sein zweitältester Sohn Arnold.

Nachdem Albert das Schlußexamen auf dem Gymnasium zu Detmold bestanden hatte, bezog er am 12. Sept. 1805 die Universität Halle, um dort Philosophie, Jurisprudenz und Cameralia zu studieren.

Nach Auflösung dieser Universität durch Napoleon im Oktober 1806, setzte Albert seine Studien von Mai 1807 an in Göttingen fort und bestand hier am 21. Dez. 1809, seinem Geburtstage, das medizinische Doktorexamen. Im folgenden Frühjahr, begleitete Albert, zwei Wochen nach der Hochzeit seines Bruders Philipp mit Henriette geb. Hohdahl [Bd. 2, S: 739], das junge Paar am 4. Juni nach Amsterdam und schloß hieran eine "Pläsierreise" durch Holland, wie seine Schwester Margaretha in ihrem Tagebuch berichtet.

Kurz vor der Rückkehr nach Wesel besuchte er in Wöbbel Schwager und Schwester Meister, welche dorthin seit 1801 übergesiedelt waren. Im August 1810 verließ er seine Vaterstadt wieder, um sich nach Berlin zu begeben und von dort aus zur Vertiefung seiner Kenntnisse und Erfahrungen auf medizinischem Gebiet eine mehrjährige Studienreise über Oesterreich durch Italien, Frankreich und Spanien anzutreten.


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Gut Landfort

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Wir stellten uns als ein 25 Järiges Brautpaar, dem Rosen Brautpaar zu Rechten. - Die Anrede und Gebete waren abwechselnd auf beyden Paaren gerichtet, wovon wir von unser Schwager eine Abschrift erhalten sollen. -

Gott erfülle an uns die darin ausgesprochenen Segenswünschen und die Wünschen der bey diesem Feyern gegenwartigen Geschwistern, Kindern, unseres alten 86 Jarigen Oheim Mathias Osthof [VI 5, Bd. II, S: 274] und unserer Geschwister-Kinder, so wie auch Freunden, und gebe mir mit mein liebes Weib für die in den Verlauf der durchlebten 25 Jahre ein stets dankbares Herz, aus dankbarer Liebe zu dem großen Geber, immer mit den heran nahenden Alter dem Vorbilde unseres theuren Heylandes ähnlicher zu werden, bis ER uns nach guten und heiligen Willen abrufet, so daß unser Ende seyn möge als das Ende der Gerechten - Amen!" -

Auch Johanna Margaretha Luyken erwähnt in ihrem Tagebuch die gemeinsame Feier des Silbernen Ehejubiläums von Daniel und der grünen Hochzeit ihres jüngsten Bruders Albert. Danach waren als Trauzeugen bei der standesamtlichen Eheschließung auf dem Rathause in Amsterdam zugegen: ihr Onkel Hendrich Luyken, [VI 7, Bd. II, S: 210] und ihr Vetter, Major Friedrich Conrad Wilhelm von Gillhausen.

Die Gattin des Letzeren, Aletta, geb. Hartmann, war von Vaters Seite her eine Großnichte von Joh. Arnold Löhr, Johanna Margaretha geb. Neuwert [vgl. Fußnote 2 in Bd. II, S. 207].

Ein Sohn von Friedrich und Aletta von Gillhausen war der nachmalige preuß. Stadt- und Landgerichtsrat Carl v. Gillhausen, welcher sich am 26. Sept. 1827 verehelichte mit Philippine Luyken [VIII 13, Bd. I, S: 92 u. 163], der einzigen Tochter von Alberts zweitältestem Bruder, Prediger Joh. Arnold Luyken [VII 11, Bd. 2, S: 445] und Grietchen, geb. Schneider.

Von Wesel am 6. Juli nach Amsterdam mit seiner jungen Frau Christina zurückgekehrt, faßte Albert bald darauf den Plan zum Ankauf eines kleinen Landgutes, welches auch seinen beiden Schwestern Christine Waltmann und Margaretha Luyken einen dauernden Wohnsitz bieten sollte. Nach Besichtigung mehrerer Anwesen in verschiedenen Gegenden Westhollands, bei der er auch durch die Schwestern unterstützt wurde, fiel seine Wahl auf das in Gendringen an der holländisch-deutschen Grenze gelegene Gut Landfort, das er meistbietend am 14. Juli 1823 für 21,000 Florin einschließlich der Einrichtung des Wohnhauses erstand.

Für diesen Ankauf hatte ihm seine Schwester Christine 25,000 Gulden geschenkt, einmal deswegen, weil sie ja auch nach Landfort übersiedeln wollte, um dort ihren Lebensabend zu verbringen; zum anderen als Dank dafür, daß Albert seit dem Tode ihres Gatten


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Bernhard die Verwaltung ihres umfangreichen Vermögens besorgt hatte und für die Folgezeit auch noch weiter übernahm. Außerdem machte Christine am 1. Jan. 1830 ihrem Bruder, ebenso wie den übrigen, damals noch lebenden Geschwistern bzw. Kindern die Summe von je 20,000 Gulden zur Geschenk; auch hinterließ sie ihnen ihr ganzes Vermögen, das bei ihrem Ableben († 11.5.1834) 375.881,20 Gulden betrug, nach Abzug eines Legats von je 500 Gulden für ihre Nichte, Alberts Frau Christine, und für eine weitere große Anzahl ihrer Nichten und Neffen.

Da die Geschichte des Gutes Landfort im Anhang zu dieser Lebensschilderung ausführlich behandelt werden soll, sei hier nur kurz erwähnt *), daß Landfort ursprünglich eine alte Wasserburg an der Issel, mit doppeltem Wall und Graben, gewesen ist.

Als erste Besitzer lassen sich Iohan u. Reynold v. Assewyn nachweisen, welche 1434 den Besitz an Derick v. Bronckhart, Herrn v. Badenborch und Anholt, verkauften. Seitdem hat das Gut während der letztvergangenen 5 Jahrhunderte bis heute (1941) etwa 24 mal den Besitzer gewechselt, zuletzt hatte es 1803 Vryheer van Osterwyk, G.  W. van Notmann erworben, durch dessen Tod 24. Jan. 1823 seine Erben an den Landsitz, wie schon bemerkt, am 14. Juli dess. Jahres an Dr. med. J. Albert Luyken verkauften.

Um das Jahr 1800 gehörten zum Herrenhause ein Gärnterhaus, Stallung, Remise, Orangerie, Korn- und andere Scheunen, sowie Treibhäuser.

Durch Ankauf von Grundstücken hat Dr. med. J. Albert Luyken in der Folgezeit Landfort erheblich vergrößert und durch einen gewaltigen Aufwand von Arbeit, insbesondere auch durch Zuschüttung der alten und fast vollkommenen Neuschaffung der gegenwärtigen Gräben den jetzt bestehenden schönen Park geschaffen und auch dem Hause durch den Anbau zweier Flügel seine gegenwärtige Gestalt gegeben.

Aus der ihm und seinen Geschwistern zugefallenen Erbschaft der ältesten Schwester Christine hatte Albert das unweit Dorf Haldern im Kreise Rees (Reg.-Bez. Düsseldorf) gelegene Gut Sonsfeld übernommen. Den größten Teil dieses alten, seit Jahrhunderten im Besitz der Freiherrlichen Familie von Wittenhorst zu Sonsfeld gewesenen Rittergutes hatten im April 1810 Christine und ihr Gatte H. D. Waltmann aus der Versteigerung meistbietend erworben. In den folgenden Jahren nach dem Tode Christinens wurden nun von


*) Nachstehende Angaben verdankt der Herausgeber den brieflichen Mitteilungen seines inzwischen verstorbenen Onkels, Geh. Reg.-Rat, Dr. jur. Albert Luyken [VIII (35) 44, Bd. 1, S: 22; Bd. 2, S: 139] wld. Gutsbesitzer auf Landfort.





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Albert die meisten der, bei jener Versteigerung in andere Hände übergegangen Grundstücke zurückgekauft, bis es ihm schließlich im Oktober 1845 gelang, auch den letzten, von den früheren Besitzern bewohnten Teil, insbesondere auch die Meierei, mit den auf ihr ruhenden Rechten, zu erwerben, zu denen u. a. das Jagdrecht und das Patronat über die evangelische Kirche in Haldern gehörten. Das Gut hatte auf diese Weise zwar die Größe von etwa 1450 Morgen erreicht, jedoch infolge der, bei der früheren Versteigerung vorgenommenen Parzellierung seinen ehemaligen Charakter als Rittergut verloren, den es aber i. J. 1863 nach langen Verhandlungen mit der Ritterschaft wiedererhielt.

Ein kurzer, aus der Feder von Alberts jüngerem Sohn Carl Luyken stammender Abriß der Geschichte des Gutes Sonsfeld wird im Anhang zu dieser Lebensschilderung folgen.

Außer den beiden Gütern Sonsfeld und Landfort, besaß Joh. Albert auch noch die eine Hälfte des unweit Brünen, im Kreise Orthbruck gelegenen Köperhofes. Diese Gutshälfte hatten ursprünglich die Schwiegereltern von Alberts Großonkel Johann Luyken [V 21, Bd. 2, S: 8] Lambert Röhler und Hermine geb. Sehlen, am 15. Juni 1711 den damaligen Besitzern des ganzen Köperhofes, den Eheleuten Diedrich Köper und Gertrude geb. Portes, abgekauft und ihrem Schwiegersohn überlassen. Als letzterer nach dem schon voraufgegangenen Tode seiner ersten Gattin Hermina geb. Rohler und ihrer beiden Kinder am 13. Oktober 1759 gestorben war, und da seine zweite Frau Helene geb. Goll durch Abschluß einer neuen Heirat mit Justus Baalem vertragsgemäß ihren Anspruch auf diesen Besitz verloren hatte, ging derselbe i. J. 1761 an Johanns jüngsten Bruder, Alberts Großvater Danie (II) Luyken, [V 23, Bd. 2, S: 10] über, welcher ihn testamentarisch für seinen Schwiegersohn Matthias Osthoff [VI 5, Bd. 2, S: 146] bestimmte.

Dieser bewog jedoch seinen Schwager Albert, Alberts Vater Daniel (III) Luyken [VI 6, Bd. 2, S: 163] zum Eintausch dieses halben Köperhofes unter dem angesetzten Wert von 3.500 Rthlr. gegen den im Kreise Menselen gelegenen Brinkhof, welchen Daniel aus dem Erbanteil von seinem Neffen B. H. D. Waltmann [VII 1, Bd. 2, S: 251] auf dessen Wunsch käuflich übernommen hatte.

Bei der am 6. Aug. 1821 vollzogenen Teilung des elterlichen Nachlasses erhielt Joh. Albert Luyken diese Hälfte von Köper zum angesetzten Wert von 10.600 Rthlr. in Größe von 144 Morgen und 97 Ruthen.

Die zweite Hälfte des Köpergutes war am selben Tage, also am 15. Juni 1711, an welchem die Schwiegereltern von Johann Luyken die erste gekauft hatten, von der Witwe Hendrik Hobelt, Christine


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geb. Thopaß, erworben worden; sie ging später an den Prediger Carp, [vermutlich Gottfried Wilhelm Carp, (1731-1812), Pfarrer zu Hemmen, Wesel und später Bommel, (vgl. hierzu die ersten 3 Fußnoten auf S: 144 d. 2. Bandes)]und dessen Frau, und darnach auf Adam Georg Grynert über. Zusammen mit diesem "Vetter Grynert" hatte dann Alberts Großvater Daniel (II) Luyken, dem wie oben schon erwähnt, die erste Köperhälfte von seinem ältesten Bruder Johann als Erbe zugefallen war, auch die zweite Hälfte verwaltet. Die Letzere wurde dann am 25. Aug. 1809 von seinem Enkel Daniel (IV) Luyken, zum Preise von 7.700 Rthlr. käuflich erworben.

Durch den Vertrag vom 17. Febr. 1836 verkaufte Albert die ihm gehörige Gutshälfte für 4000 Rthlr. an seinen Bruder Daniel, welche am 25. Okt. 1839 gerichtlich an ihn aufgelassen wurde, sodaß nun nach fast 130 Jahren der ganze Besitz des Köperhofes in einer Hand wieder vereinigt war.

Im Oktober 1823 siedelte Albert von Amsterdam auf das Gut Landfort über. Einen Monat später, am 18. Nov., verließ seine älteste Schwester Christine Waltmann [VII 10] ihre Besitzung Stolp b. Amsterdam, auf der sie fast 30 erinnerungsreiche Jahre zugebracht hatte, und zog in Begleitung ihrer zweitjüngsten Schwester Joh. Margareta Luyken [VII 15] zu ihrem Bruder nach Landfort.

Am 19. Mai 1824 traf auch ihre zweitälteste Schwester Gerdrutha Kahle geb. Luyken [VII 12] mit ihrem Gatten Friedrich, der sein Geschäft in London aufgegeben hatte, über Paris kommend dort ein; beide ließen sich bald darauf im nahen Anholt nieder. So waren nun Albert und seine Frau Christine mit 3 seiner Schwestern in nächster Nähe wieder vereint; und es bot sich ihnen auch häufig Gelegenheit zu Zusammenkunft mit den beiden Brüdern Daniel [VII 9] und Philipp [VII 17], die im nahen Wesel ansässig blieben.

Nur die vierte der ursprünglich 5 Schwestern, Susanne Meister geb. Luyken [VII 13] lebte damals mit ihrem Gatten Friedrich in größerer Entfernung zu Heiden (Lippe). Die älteste Tochter der Letzteren, Elise Meister, war bei ihrer Tante Christine Waltmann auf dem Gut Stolp in den letzten Jahren zu Gast gewesen; sie hatte auch den Umzug nach Landfort mitgemacht und blieb nun noch einige Zeit dort, um ihren Verwandten bei der Bewirtschaftung des Gutes behilflich zu sein, ehe sie am 28. Mai 1828 den Prediger Carl Stockmeyer heiratete.

Aus der Ehe von Albert Luyken mit seiner ersten Frau Christine waren 3 Kinder hervorgegangen, von denen das älteste, der Sohn Walter, geb. 11. März 1823 zu Amsterdam, schon nach 6 Wochen, am 19. April, daselbst starb, und von denen das jüngste,





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eine Tochter, nur 8 Tage lebte, der zweite Sohn Walter, geb. 30. Jan. 1825 auf Landfort, erreichte zwar die Großjährigkeit, starb aber ein halbes Jahr später als Student der Rechtswissenschaft am 21. Juli 1846 auf Landfort an einer Lungenkrankheit.

Da 3 Jahre später, am 27. Febr. 1849 ihm auch seine Gattin Christine durch den Tod entrissen wurde, entschloß sich Albert in seiner Vereinsamung - denn seine beiden Schwestern Christine Waltmann und Joh. Margaretha Luyken waren schon viel früher, am 11. Mai 1834 bezw. 5. Mai 1833 gestorben - zu einer zweiten Heirat.


Joh. Albert Luyken
(1785-1867)


Emma Luyken geb. Viebahn
(1822-1898)

Er verehelichte sich am 24. Sept. 1850 mit Emma Charlotte Viebahn, dem dritten der 7 Kinder und der ältesten der 3 Töchter von Dr. Joh. Christian Viebahn, Konrektor am Gymnasium zu Hamm i. W., und seiner Ehefrau Caroline geb. Vollmann.

Mit der Familie Viebahn, deren Ahnentafel im Anhang zu dieser Lebensschilderung gebracht wird, war Albert durch seinen Neffen Hermann Luyken [VIII (15) 23, Bd. 1, S: 34], damals Pfarrer in Berge bei Hamm, bekannt geworden.

Bald nach der am 28. April 1846 erfolgten Heirat ihrer nächstjüngeren Schwester Aurelie Henriette mit Friedrich Ferdinand Philipp Wilhelm Casper Maria, Freiherr von Roet Bögelskamp, war Emma Viebahn zur Entlastung ihrer Eltern auf Gut Landfort übergesiedelt, um dort hilfreiche Hand zu leisten; denn dort war damals der nach dem frühen Tode seiner Geschwister einzige Sohn, stud. jur. Walter Luyken an Lungentuberkulose schwer erkrankt. Als er 2 Monate später starb, und seine Mutter ihm nach 2 ½ Jahren


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im Tode folgte und und Albert somit ganz allein zurückblieb, kam es zwischen ihm und seiner emsig im Haus und Hof mitwirkenden ebenso energischen wie gemütstiefen Hausgenossin Emma Viebahn nach und nach zur Verlobung und bald darauf zu Heirat.

Da Emma die deswegen unter den Weseler Verwandten ihres Gatten entstandene Missstimmung wohl bemerkt hatte, setzte sie es durch, daß die Ehe unter Ausschluß der Gütergemeinschaft geschlossen wurde.

Sie schenkte ihrem Gatten in den Jahren 1852 bis 1862 folgende 5 Kinder:

1.) Albertine, * 12.4.1852 Landfort, † 13.11.1908 Stuttgart, verm. 27.5.1873 mit Dr. phil. Emil Kleemann, (vgl. Nachruf mit Bild in Bd. 1, S: 420), * 18.2.1846 Reutlingen, † 28.1.1929 Stuttgart [5 Kinder: X 76 - X 80, vgl. Bd. 1, S: 47 und 54].

2.) Helene, * 20.11.1853 Landfort, z. Z. Hannover-Kleefeld, verm. 16.5.1876 Landfort, mit Carel Louis van Woelderen, wld. Corvetten-Kapitän, später Direktor der Kgl. Niederländischen Dampsschiffahrts-Gesellschaft "Zeeland" in Vlissingen, * 22.7.1839 Velp/Holland, † 17.2.1904 Dieren/Holland [4 Kinder: IX 81 - IX 84, vgl. Bd. 1, S: 56 f].

3.) Dr. jur. Albert, (vgl. Nachruf mit Bild in Bd. 2, S: 139), wld. Geh. Regierungsrat, zuletzt Gutsbesitzer auf Landfort, * 23.6.1856 ebd., † 28.9.1933 ebd., verm. 5.4.1881 Gorßel bei Zutphen mit Bertha geb. Schlimmer, * 21.7.1855 Mettray bei Gorßel, † 9.7.1941 Mülheim-Ruhr, begr. auf Landfort, [2 Kinder: IX 85 - IX 86, vgl. Bd. 1, S: 58 u. Bd. 2, S: 140].

4.) Emma, * 15.2.1858 Landfort, z. Z. Stuttgart, verm. 10.8.1882 Landfort, mit Robert von Habermaas [vgl. Nachruf Bd. 1, S: 9], wld. Generalmajor, * 19.3.1856 Hohen Asperg bei Ludwigsburg, † 20.1.1921 Stuttgart [1 Sohn: IX 87, vgl. Bd. 1, S: 58 u. Bd. 2, S: 267].

5.) Carl, (vgl. Nachruf mit Bild: in Bd. 2, S: 629), * 10.6.1862 Landfort, † 17.12.1938, verm. 9.4.1888 Zutphen mit Lientje Hissink, [vgl. Nachruf mit Bild in Bd. 1, S: 237]; * 31.12.1866 Zutphen, † 28.12.1925 Velp/Holland, [3 Kinder: IX 88 - IX 90, vgl. Bd. 1, S: 59 und 467].

In seiner letzten Lebenszeit begann Albert unter Altersbeschwerden zu leiden, die sich in Wassersucht und Darmstörungen äußerten und sich bald so verschlimmerten, daß er am 10. April 1867 auf Landfort starb, wo er auch beigesetzt wurde.

Joh. Albert Luyken war ein Mann von umfassenden Wissen, vortrefflichen Charaktereigenschaften und hervorragendem Wohl-





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tätigkeitssinn. Wie aus seinen Reisebriefen hervorgeht, war er ein begeisterter Naturfreund und tüchtiger Botaniker; dafür zeugt sein mit großem Fleiß gesammeltes, umfangreiches und klassifiziertes Herbarium und ebenso die von ihm geschaffene Parkanlage auf Landfort, die mit ihren prachtvollen alten und zum Teil seltenen Bäumen für jeden Forstfreund eine große Sehenswürdigkeit ist.*)

Nach dem Tode ihres Gatten Albert widmete sich seine Witwe Emma geb. Viebahn mit großer Sorgfalt und Freude der Erziehung ihrer 5 Kinder und der Verwaltung der beiden Güter Landfort und Sonsfeld. Am 19. Sept. 1874 heiratete sie in 2. Ehe Jakobus Wilhelmus Schlimmer, Direktor der "Niederländisch Mettray" (der 1852 bei Gorssel unweit Zutphen gegründeten Ackerbaukolonie zur Erziehung armer und verwahrloster Knaben). Er war am 26. Nov. 1808 zu Rotterdam als Sohn von Johann Balthasar Schlimmer, * 19. Okt. 1760 Zweibrücken, † 15. Jan. 1810 zu Rotterdam und von Johanna geb. Visser (* 19. Juni 1773 zu Groningen, †2. April 1853 zu Rotterdam).

Wilhelm Schlimmer war in 1. Ehe verheiratet mit Caroline Johanna Friderike Elisabeth geb. Rahr, (* 24. Mai 1818 zu Wesel, † 2. Jan. 1861 zu Mettray b. Gorssel), Tochter von Klemann Rahr und Thecla Hövel, aus Düsseldorf. Dieser 1. Ehe enstammten folgende 9 Kinder:

1.) George Johannes, * 23.10.1833; 2.) Catharina, * 13.3.1843 zu Rotterdam, † 23.1.1923 zu Berlin; 3.) Caroline Johanna, * 12.6.1846; 4.) Wilhelm, * März 1848; 5.) Johanna, * 20.8.1849; 6.) Wilhelm Hendrik, * 9.4.1852; 7.) Gustav Adolf, * 20.1.1854; 8.) Bertha, * 20.7.1855 zu Mettray, † 9.7.1941 zu Mülheim-Ruhr, verm. 5.4.1881 mit Dr. jur. Albert Luyken [VIII (35) 44, Bd. 1, S: 22; Bd. 2, S: 139], dem älteren der beiden Söhne von Dr. med. Joh. Albert Luyken (siehe oben!); 9.) Reinau,  8.7.1858. Die an zweiter Stelle genannte Tochter Catharina Schlimmer vermählte sich mit dem Kaufmann in Amsterdam Diderich Hissink (* 18.8.1835 zu Zutphen, † 3.5.1914 zu Amsterdam. Die dieser Ehe entsprossene Tochter "Lientje" Hissink heiratete am 9. April 1888 Carl Luyken, den jüngeren der beiden Söhne von Dr. med. Joh. Albert Luyken [vgl. Bd. 1, S: 237; Bd. 2, S: 629].

Als Jakob Wilhelm Schlimmer im hohen Alter des 89. Lebensjahres am 16. Juni 1897 auf Landfort starb, überlebte ihn seine Witwe Emma nur noch 1 ¼ Jahr.

*) Nach brieflichen Mitteilungen seines Sohnes Dr. jur. Albert Luyken [VIII (35) 44, Bd. 1, S: 22; Bd. 2, S: 139] an den Herausgeber d. "Chr. Bl." vgl. hierzu auch die von ihm verfaßte "Geschichte des Gutes Landfort" im Anhang dieser Lebensschilderung.


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In ihrer letzten Zeit litt sie unter Nierenerkrankung, zu welcher schließlich noch eine Lungenentzündung hinzukam, sodaß sie am 26. Okt. 1898 im Alter von 76 ½ Jahren auf Landfort für immer entschlief.


Anhang

Zur Lebensschilderung von VII (18)
Joh. Albert Luyken.

Geschichte des Gutes Landfort
von Dr. jur. Albert Luyken (1856-1933)
[VIII (35) 44, Bd. 1, S: 22; Bd. 2, S: 139].


Gut Landfort in Gendringen/Holland


Landfort ist eine alte Wasserburg an der Issel gewesen und war umgeben von doppeltem Wall und Graben. Nach einem holländischen Buche aus dem Jahre 1741 hatte die Burg 4 Türme, deren Spitzen von sonderlicher Machart waren. Eine Abbildung der alten Burg ist leider nicht auffindbar.

Aus einem Kaufvertrag vom 1. November 1800 geht hervor, daß damals neben dem Herrenhaus ein Gärtnerhaus, Stallung, Remise, Orangerie, Korn- und andere Scheunen, sowie Treibhäuser vorhanden waren.





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Die ersten bekannten Besitzer waren Johan und Reynold van Assewyn, welche "Lanckforth", wie es damals genannt wurde, im Jahre 1434 an Derick van Bronckhorst, Herrn zu Badenborch und Anholt verkauften, dessen Nachfolger Gisbert van Bronckhorst "Lanckforth", 1462 an Johan Greve nach Zutfenschem Recht zu Lehn übertrug.

Fernere Lehnsträger waren seit 1488 Adolf van Ulfft und seine Nachkommen, darunter von 1582-1584 Johann van Hoen und 1584 bis 1610 Frans van Jemmingen. - 1678 wird Joh. Wilh. van Portman mit der havezathe "Landforth" belehnt, 1713 Henrika Huggens, 1720 Maria Agatha Nies und Geschwister, 1733 Elisabeth Sophia, Baronesse von Stonnkede von Dorneburg geb. Reichsgräfin von Schwerin, 1736 Sigismund von Stonnkede, dem 1749-1751 seine minderjährigen Kinder folgten, 1751 Conrad de Groot, holländische Leutnant, und von 1753-1763 neben diesem C. A. H. de la Lane de Duthay, 1763 Frau I. N. Krayenwanger Gattin von C. L. N. Bögel für ihren minderjährigen Sohn Joan Friedrich Bögel, 1768 Heinrich Antoni Heller, 1771 Heilwich Derk, Baron van Lynden, 1783 A. G. Baron van Tengnagel, 1789 Henrich Johan Scharff, 1798 dessen Ehefrau geb. Z. N. N. Cruyenpenning, wieder vermählt seit 1799 mit Jacobus Adam von Schilling, 1800 J. H. Rupe und 1803 G. W. van Notman, Vryheer van Oosterwyk.

Dieser starb am 24. Januar 1823 auf Landfort, und seine Erben verkauften das Gut am 14. Juli 1823 an Dr. med. Johann Albert Luyken [VIII 18]. Landfort war damals noch Fürstlich Salm-Salm'sches Lehnsgut - die Fürsten zu Salm-Salm waren seit etwa 1647 Nachfolger der Grafen van Bronckhorst und Batenborch zu Anholt geworden.

(Fortsetzung folgt im nächsten Heft.)


Berichtigungen:

1.) Zu Band I, S: 191, Zeile 1 von oben, lies: 1858 (statt 1859).
2.) Band II S: 657, Z: 24 von oben, lies: 81. (statt 80.) Geburtstag.


Mitteilungen für das nächste Heft dieser "Chronikblätter" sind möglichst umgehend zu richten an den Herausgeber: Dr. Karl Luyken, Chronikstelle für die Familie Luyken,, Berlin W 50, Regensburger Straße 14! Zur Ueberweisung der Jahresbeiträge (= 4,- RM.,


Druck von Friedrich Luyken G. m. b. H., Gummersbach (Rhld.)


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Den 80. Geburtstag feierte:

14. Mai:

Johanna Duhr geb. Leuken.

[X 134, Bd. I, S: 67], Krefeld, St. Antonstr. 156.

Ueber die Feier dieses seltenen Gedenktages der Jubilarin schreibt uns ihr Sohn Wilhelm Duhr [X 213; Bd. I, S: 204]:

"Meine Mutter hat im Kreise der engeren Familie ihren Ehrentag in sehr würdiger Weise verlebt. Bei der Geburtstagsfeier, auf der dem Ernst der Zeit entsprechend nur die Kinder, Schwiegersöhne und Enkel zugegen waren, wurde als bemerkenswert festgestellt, daß, während im 1. Weltkrieg die 1. Generation den Waffenrock trug, nunmehr in diesem Kriege sämtliche Enkel für Deutschlands Freiheit im Felde stehen."

An der Geburtstagsfeier nahmen außer dem Sohn Wilhelm Duhr [X 213], den beiden Töchtern Jenny von Elten [X 212] und Hanny Kauert [X 214] sowie den beiden Schwiegersöhnen der Jubilarin, Herbert Kauert und Wilhelm Raapke [X 215] noch teil: ihre Enkel Oskar Duhr [XI 267], Ilse v. Elten, [XI 266] geb. Bluhm und Ilse Vogel geb. Kauert [XI 267] mit ihrem Gatten Georg Vogel und Werner Kauert [XI 268].


83. Geburtstag:

17. Mai:  Alwine Traut, Musiklehrerin a. D., Altenkirchen/Westerwald; [X 176, Bd. I, S: 191; s. Bild: Bd. II, S: 657

25. Juni:  Alexander Scharpenack, Fabrikbesitzer, Wuppertal-Elberfeld, Augustastr. 85; [X 191, Bd. I, S: 199; s. Bild: Bd. II, S: 593].


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Unter den Parkbäumen ist besonders hervorzuheben die altehrwürdige Platane an der Nordwestecke des Hauses, die nach der Messung vom März 1927 einen Durchmesser von 1,36 Meter und einen Umfang von 4,27 Meter hat, und der zu Liebe vor 100 Jahren der ursprüngliche Bauplan, der eine U-Form des Hauses vorgesehen hatte, abgeändert wurde, weil der Baum sonst hätte fallen müssen.

Ferner die etwa 110 Jahre alte Ulme beim Taubenturm, nemus scabra, mit 1,25 Meter Durchmesser, dann eine prachtvolle geschlitzte Buche, fagus sylvatica asplanifolia, außerdem an der Südostseite des Hauses gewaltige Sumpfzypressen, taxodium distichum, von denen die dickste einen Durchmesser von 0,99 Meter in Brusthöhe aufweist, und zwei alte Eibenbäume, taxus baccata fastigiata, Gladitschia, Tulpenbäume, Blutbuchen, alte Eichen usw.

Im Jahre 1900 haben der damalige Besitzer
Albert und sein Bruder Carl Luyken [VIII 37] Landfort gelegentlich des Verkaufs seines Nachbargutes Swaanenburg um mehr als 32 Hektar vergrößert; nach einigen weiteren Zukäufen beträgt die Gesamtgröße des jetzt gut abgerundeten Gutes nunmehr beinahe 76 Hektar, wovon etwas mehr als 11 Hektar in Deutschland liegen.



2) Kurzer Rückblick auf die Geschichte des Gutes Sonsfeld
von Carl A. W. Luyken (1862-1938)
[VIII (37) 46, Bd. I, S: 23; Bd. II, S: 629]

Die Freiherren von Wittenhorst zu Sonsfeld, meistens kurz von Sonsfeld genannt, waren ein altes, schon um 1250 genanntes, am Niederrhein angesessenes Rittergeschlecht. In ihrem Gebiet stand ihnen die Gerichtsbarkeit zu, außerdem allerlei herrschaftliche Gerechtsame. Die Sonsfelds kamen auch zu Hofe. Einer war ein besonderer Vertrauter des Königs Friedrich Wilhem I. Er soll in der Zeit, als Friedrich II. in Wesel gefangen saß, Gouverneur gewesen sein und sich bei dem Prinzen sehr unbeliebt gemacht haben. Als der König bei einem Besuch auf Sonsfeld sah, daß das Schloß sehr baufällig war, sagte er zu von Sonsfeld, er solle das Schloß abbrechen, der König wolle ihn beim Neubau unterstützen. Darüber ist der König gestorben und von Sonsfeld konnte auf seine Güter gehen. Das Schloß wurde nicht wieder aufgebaut. Offenbar war er selbst dazu finanziell nicht in der Lage. Die Familie bezog dann die sogenannte Meierei (heutige Försterwohnung), einen Hof in der Nähe, und ein Bruder Schloß Aspel.

Ende des 18. Jahrhunderts müssen auch schon viele Grundstücke abgestoßen sein; Anfang des 19. Jh. wurden dann die Verhältnisse so schlecht, daß das Gut im April 1810 unter den Hammer kam.





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Damals kaufte Frau Christina Waltmann geb. Luyken [VII 10, Bd. II, S: 374] und ihr jüngster Bruder Dr. med. Joh. Albert Luyken [VII 18, ds. Bd., S: 12] größere Teile des Gutes. Die Familie von Sonsfeld behielt nur noch die Meierei mit wenigen Grundstücken zum Wohnen. Nach dem Tode seiner Schwester Christine Waltmann am 11.5.1834 übernahm dann Joh. Albert Luyken das Gut aus ihrer Erbschaft und kaufte in den nächsten Jahren die meisten der im Jahre 1810 von der Familie von Sonsfeld versteigerten Grundstücke und schließlich im Oktober 1845 auch den von ihr bisher bewohnten Teil noch hinzu mit den auf dem Gute ruhenden herrschaftlichen Rechten: ausgedehnte Jagdrechte, das Patronat über die evangelische Kirche in Haldern usw. Damit hatte das Gut eine ungefähre Größe von 1450 Morgen erreicht.

Durch die Parzellierung war der Rittergutscharakter verloren gegangen. Nach langen Verhandlungen mit der Ritterschaft wurde 1863 das Gut wieder zum landtagsfähigen Rittergut erhoben.

Dr. Albert Luyken pflegte fast wöchentlich von Landfort aus zu dem nur 15 Kilometer entfernten Sonsfeld herüber zu kommen, um, unterstützt von dem dortigen Verwalter, (seit 1858 war es der Förster Eversz), das Gut zu leiten. Nach Alberts Tode im Jahre 1867 verwaltete dieser Förster das Gut selbständig, bis im Juli 1888 Alberts


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jüngster Sohn Carl Luyken [VIII (37) 46] gleichzeitig im Namen der Miterben seiner Geschwister, die Verwaltung von Sonsfeld übernahm.

Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts wurde noch ein großer Hof hinzugekauft, so daß das Gut damit die Größe von fast 1600 Morgen erlangte. Es bestand aus ungefähr 1000 Morgen Wald und 600 Morgen Ackerland und Weiden, zu Pachthöfen gehörend, und aus lose verpachteten Parzellen.

Auf Wunsch seiner Miterben verkaufte Carl Luyken im Mai 1910 das Rittergut Sonsfeld, dessen größter Teil ein volles Jahrhundert im Besitz der Familie Luyken gewesen war, an den derzeitigen Besitzer Herrn Paul Bischoff aus Gelsenkirchen.




3) Ahnentafel der Familie Viebahn

Zusammengestellt*) nach "256 kwartieren en kwartierwapens van H. W van Woelderen, door W. Wijnaendts van Resandt", Middelburg 1939, G. W. den Boer (Vgl. Chronikbl. II, S: 720).

Vorbemerkung. Zur Aufstellung von Ahnentafeln vgl. Chronikbl. Bd. I, S:
332/335. Hierzu ist zu bemerken: Die Nummernfolge der einzelnen Personen ist dieselbe wie die in den Ahnenpässen angewendete. Die Ausgangsperson ("Probant") hat die Nr. 1, die Eltern haben die Nr. 2 und 3, in den weiteren älteren Generationen verdoppeln sich die Zahlen jedesmal, wobei die Nr. der Ehefrau die nächstfolgende ungerade Zahl neben der geraden des Ehemanns ist. - Die erste Ahnenreihe der Ausgangsperson ist die Generation der Eltern und hat die Nr. I (abweichend von dem Beispiel in Bd. I, S: 332/335, wo der Probant mit Generationsnummer I und seine Eltern mit Generationsnummer II bezeichnet sind). Die Generationsnummer gibt den Grad der Verwandschaft zu der Ausgangsperson an; sie ergibt sich zugleich auch als Exponent zur Zahl 2 in der Potenz die Ahnenzahl jeder Ahnenreihe, z. B. in der II. Generation 22 = 4 Ahnen, in der V. Generation 25) = 32 Ahnen.
Wo in der nachfolgenden Ahnentafel anstatt "Eltern:" nur "Vater:" angegeben ist, ist die Mutter unbekannt.


1) Emma Charlotte Viebahn, * Hamm (Westf.) 13.4.1822, [Eltern: I 2 u. I 3], † Middelburg 29.10.1898, verh. mit Johann Albert Luyken (Chronik Luyken VII 18).


*) Für diese, zum vorliegenden Anhang freundlichst durchgeführte und überprüfte Zusammenstellung der Ahnentafel Viebahn fühlt sich der Herausgeber der "Chronikbl." Seinem Vetter Daniel Thilo [X 91], Oberpostdirektionspräsident a. D. in Potsdam, zu herzlichem Dank verpflichtet.





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Das 80. Lebensjahr vollendete:

22. August: Hugo Beinhauer
[X 181, Bd. I, S: 196], Altenkirchen/Westerwald.

An dieser, wegen der Zeitumstände im kleinsten Kreise begangenen Gedenkfeier beteiligten sich außer dem Geburtstags-Jubilar und seiner Gattin Johanna geb. Stader auch deren Bruder Edmund Stader [X 182] und ihre Base Alwine Traut [X 176].

70. Geburtstag.

15. Juli:     Mathilde Hühn, geb. Luyken [X 48, Bd. I, S: 103], Hamburg.*)

75. Geburtstag.

15. Juli:     Georg Schollmeyer [X 174, Bd. I, S: 190; Bd. II, S: 219], Apothekenbesitzer, Marburg/Lahn.**)




Zum Leiter des Arbeitsamts Görlitz wurde berufen:

1. Juli:       Dr. jur. Paul-Helmut Holle [XI 59, Bd. I, S: 269; Bd. II, S: 153], Oberregierungsrat, bisher (seit 1939) Leiter des Arbeitsamtes Sosnowitz/Oberschlesien. Wohnung: Breslau 13, Augustastraße 60.


*) Mathilde Hühn, geb. Luyken ist am 19. April 1942 in Hamburg verstorben.
**) Georg Schollmeyer verstarb am 15. Oktober 1941 in Marburg/Lahn.





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